Kulturgesetz Appell an den Grossen Rat

Das neue Bündner Kulturförderungsgesetz macht den Künstlern Sorge. Künstlerinnen und Künstler richteten darum am Freitag einen dringenden Appell an den Grossen Rat.

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Bildlegende: Die Totalrevision des Kulturfördergesetzes im Kanton Graubünden wird zum Hick Hack. (Im Bild: Fest der Kulturen) Julian M. Grünthal

Das Initiativkomitee «Kulturkanton Graubünden» veröffentlichte am Freitag einen «dringenden Appell an das Parlament». Das einzigartige Kulturschaffen Graubündens könne sich nur entfalten, wenn es substantiell und umfassend gefördert werde, heisst es darin.

Seit Regierungsrat Martin Jäger im November seinen Revisionsentwurf präsentiert hat, wird kontrovers über das Kulturgesetz diskutiert.

Jäger will mit der Gesetzesrevision das professionelle Kunstschaffen zwar explizit unterstützen. Wie viel Geld ausgegeben werden soll, überlässt der Regierungsrat aber dem Kantonsparlament. Die Beratung im Grossen Rat ist am 13. Februar.

Die Regierungsvorlage sieht knapp eine Million Franken Mehrausgaben vor. Dafür sollen die Regionen ein flächendeckendes Angebot an Musikschulen aufbauen.

Die Kulturschaffenden fordern dagegen einen Rahmenkredit von 24 Millionen Franken für die Dauer von acht Jahren oder 3 Millionen Franken jährlich.