Arosa & Lenzerheide: Trotz Skigebietsverbindung weniger Gäste

Im Vergleich zur letzten Saison kamen 61'000 Gäste weniger in das gemeinsame Skigebiet mit Arosa, heisst es im Geschäftsbericht der Lenzerheide Bergbahnen. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von 4,8%.

Leute stehen vor der Bergbahn. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Wintersaison 1014/15 ist die Urdenbahn zwischen den beiden Skigebieten zum ersten Mal die ganze Saison gefahren. Keystone

Trotz Skigebietsverbindung haben die Lenzerheide Bergbahnen genauso wie die Bahnen in Arosa im letzten Geschäftsjahr die Zahlen vom Vorjahr nicht mehr ganz erreicht. Grund: Das Wetter spielte einmal mehr nicht optimal mit.

Das Diagramm zeigt die Entwicklung der Ersteintritte und des Verkehrsertrags. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Verkehrsertrag Winter (in Mio. CHF) und Ersteintritte (in Tsd.) Geschäftsbericht Lenzerheide Bergbahnen 2014/15, S.38

Gegen Ende Jahr hätten im Vergleich zum Vorjahr in Arosa und Lenzerheide über 80'000 Ersteintritte gefehlt, sagte auf Anfrage Geschäftsführer Peter Engler. Den Verkehrsertrag konnten die Lenzerheide Bergbahnen trotzdem um 0,7 Prozent auf 23,24 Mio. Franken steigern. Mit ein Grund sind die höheren Ticketpreise.

Gutes Sommergeschäft

Stark zugelegt hat die Bahn im Sommer. Die zahlreichen Mountainbiker am Berg sorgten für einen Ertragsschub von 19 Prozent auf 1,47 Mio. Franken. Entscheidend für das Geschäftsergebnis ist und bleibt indessen die Wintersaison. Der Verkehrsertrag total beträgt 24,7 Mio. Franken. Unter dem Strich weist die Bahn einen gleich hoch gebliebenen Jahresgewinn von 1,2 Mio. Franken aus.

Bereits früher hatten die Arosa Bergbahnen ein Minus von knapp 600'000 Franken bekanntgegeben. Das Defizit hängt damit zusammen, dass ein grosser Kunde seine Rechnungen nicht bezahlt hat. Wie Recherchen der Bündner Medien ergaben, handelte es sich um den Robinson Club.