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Ein lästiges Insekt
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Auf dem Vormarsch Graubünden will asiatische Tigermücke stärker bekämpfen

  • Seit 2016 gibt es in ausgewählten Gemeinden ein Monitoring. Mit Eierfallen werden Tiger- und Buschmücken erfasst.
  • 2018 wurde im südlichen Misox eine weitere Zunahme des Tigermückenvorkommens festgestellt.
  • Monitoring und Bekämpfungsmassnahmen sollen nun ausgedehnt und verstärkt werden.

Tigermücken können gefährliche Krankheiten übertragen, zum Beispiel das Dengue-Fieber. Das Insekt trägt den Erreger allerdings nicht von Natur aus in sich: Sticht die Mücke zuvor einen kranken Menschen, kann sie mit einem Stich einen gesunden Menschen infizieren.

Solche Fälle habe es beispielsweise in Italien gegeben, sagt Marco Lanfranchi, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Bündner Amts für Natur und Umwelt. Das wolle man hier vermeiden. «Wird die Tigermückenpopulation gross, so kann dies auch zu Belästigungen in der Bevölkerung führen. Die Tiere sind auch am Tag aktiv und stechen», erklärt Lanfranchi.

Bekämpfung wird intensiviert

Deshalb wird das kleine Insekt bekämpft. Seit 2017 wurden bei den betroffenen Gemeinden im Misox bereits Bekämpfungsmassnahmen eingeführt. Ziel sei es, die Brutstätten zu entfernen, beispielsweise in kleinen Ansammlungen von stehendem Wasser. Zudem würden die Mückenlarven in Strassenschächten bekämpft.

Da im letzten Jahr mehr Tigermücken im Misox gefangen, aber auch erstmals im Bergell, dem Puschlav und Chur nachgewiesen wurden, will der Kanton nun die Bekämpfungsmassnahmen ausdehnen, sagt Lanfranchi.

Auch das Mückenmonitoring werde 2019 hochgefahren und an einigen Stellen wie in Thusis, Domat/Ems, Chur und Zizers erweitert.

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