Ausgang der Bündner Kohle-Abstimmung bestätigt

In Graubünden ist der Ausgang der Abstimmung vom vorletzten Sonntag über die Volksinitiative gegen die Kohlekraft und den Gegenvorschlag bestätigt worden. Sie wurde knapp angenommen.

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Bildlegende: Es bleibt dabei: Der Stromkonzern Repower muss aus dem Kohlekraftwerk-Projekt aussteigen. Keystone

Die Initiative wurde knapp angenommen. Damit muss der staatlich beherrschte Stromkonzern Repower beim Kohlekraftwerk-Projekt im süditalienischen Saline Joniche den Stecker ziehen.

Am Abstimmungssonntag im September war die Volksinitiative «Ja zu sauberem Strom ohne Kohlekraft» mit 56 Prozent angenommen worden. Der Gegenvorschlag des Parlaments, «Keine neuen Investitionen in Kohlekraftwerke, sofern der CO2-Ausstoss nicht wesentlich reduziert werden kann», kam auf 60 Prozent Zustimmung.

In der Stichfrage obsiegte dann die Volksinitiative mit einem Vorsprung von gerade mal 124 Stimmen. Die angeordnete Nachzählung der Stichfrage bestätigte zwar den Ausgang, nicht aber das genaue Resultat. Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, beträgt der Vorsprung der Initiative auf den Gegenvorschlag sogar 137 Stimmen.