Baubranche stellt weniger Personal an

Die Bündner Bauwirtschaft hat ein gutes 2013 hinter sich. Allerdings machen sich erste Anzeichen eines Nachfragerückgangs aufgrund der vom Stimmvolk angenommenen Zweitwohnungsinitiative bemerkbar. Der Personalbestand war so tief wie seit Jahren nicht mehr.

Bauarbeiter auf der Baustelle. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Bündner Baugewerbe beschäftigt 6 Prozent weniger Arbeiter. Keystone

Die Anzeichen eines Rückgangs der Nachfrage im Zweitwohnungsbereich seien unübersehbar, schreibt der Graubündnerische Baumeisterverband in seinem Rückblick auf das Baujahr 2013. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe lag per Mitte Jahr deutlich unter jener des Vorjahres. Konkret ging sie um 6 Prozent zurück auf 4735 Personen. Letztmals hatte der Personalbestand die Marke von 5000 im Jahre 2007 unterschritten.

Die Unternehmen reagierten mit dem Abbau von Jahresbeschäftigten offensichtlich auf den sich abzeichnenden Rückgang der Baunachfrage im Zweitwohnungsbau. Sie kompensierten allfällige Nachfragespitzen vermehrt mit Kurzaufenthaltern oder temporären Arbeitskräften, heisst es im Bericht.

Gutes Jahr für die Baumeister

Unter dem Strich war das Jahr 2013 auf dem Bündner Bau ein gutes. Die Auftragseingänge, das realisierte Bauvolumen und die Arbeitsvorräte bewegten sich gemäss Baumeisterverband nahe an den Vorjahreswerten.
Die Aufträge erreichten den Vorjahreswert wegen eines Rückgangs im Tiefbau nicht mehr ganz. Das Gesamtvolumen beläuft sich auf 922 Millionen Franken. Es liegt um 1,9 Prozent unter der Vorjahresmarke.

Gebaut wurde in Graubünden für 920 Millionen Franken. Das Bauvolumen übertraf den Vorjahreswert um 1,9 Prozent. Der Baumeisterverband begründet die Steigerung mit einer Zunahme im Hochbau.
Nicht schlecht sind die Aussichten der Baumeister für das laufende Jahr. Die Arbeitsvorräte stiegen im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent auf 252 Millionen Franken. Allerdings gebe es deutlich Unterschiede innerhalb der Sparten, wie der Baumeisterverband festhält.