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Graubünden «Be rumantsch!»: Rätoromanisch ist Trumpf in Sent

Ob im Laden oder am Frühstückstisch: «Be rumantsch!» lautet die Losung diese Woche in Sent. Dort findet eine spezielle Sprachwoche statt: 40 Familien nehmen Lernwillige auf und bieten ihnen ein romanisches Umfeld. Die Sprachschüler verpflichten sich, Romanisch zu reden – oder schweigen.

Zum zweiten Mal findet vom 10. bis 16. November die Sprachwoche «a Sent be rumantsch» statt. Rund 40 Gastfamilien nehmen Sprachschüler auf. Diese verpflichten sich, nur Romanisch zu sprechen.

Die deutsche Schriftstellerin Angelika Overath wohnt seit einigen Jahren im Unterengadiner Dorf und hat das Projekt mit initiiert. Auf die Frage, wieso es notwendig sei, in einem romanischen Dorf die eigene Sprache ins Zentrum zu stellen, sagt sie dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF 1: «Weil viele Touristen kommen und Deutsch sprechen.» Dann würden auch die Senter aus Höflichkeit Deutsch sprechen. In dieser Woche sei nun alles anders: «In dieser romanischen Woche sind wir alle nicht höflich.» Auch in den Läden, die sich beteiligten, würde nur Romanisch gesprochen.

Angelika Overath spricht von der grossen Freiheit, die eine solche Woche bringt. Auch Menschen mit wenig Sprachkenntnissen hätten die Möglichkeit, die neue Sprache auszuprobieren und Fehler machen zu dürfen.

Alle Teilnehmenden haben am Sonntag einen Spracheid abgelegt und tragen während der Woche einen Pin mit einem grossen «R». Es ist das Erkennungszeichen für die Woche «be rumantsch», also dafür, nur romanisch zu sprechen.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Irene Fritz , Mainz, Deutschland
    Ich freue mich, dass der Kurs auch im zweiten Jahr ein Erfolg ist - vielleicht kann ich auch einmal teilnehmen. Cordials salüds da Mainz!
  • Kommentar von Michael Hunziker , 4456 tenniken
    Schon noch speziell, dass eine zugezogene deutsche Schriftstellerin auf so eine gute Idee kommen musste. Eigentlich beschämend für die stolzen Engadiner. So schlecht ist also doch nicht alles, was aus dem Unterland daher kommt.