Behörden begrüssen private Flüchtlingshilfe

Anfang September wurde eine private Initiative gegründet. Unter dem Titel «Bündner helfen Flüchtlingen» wollen verschiedene Privatpersonen den Asylbewerbern in Graubünden zur Seite stehen. Bei den Behörden ist diese Art der Hilfe gerne gesehen, allerdings nur, wenn sie abgesprochen ist.

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Bildlegende: Nicht nur Kleider, auch Zeit wollen freiwillige Helfer den Flüchtlingen in Graubünden schenken. Symbolbild/Keystone

Ein syrischer Junge liegt an einem Strand. Er ist tot, ertrunken auf der Flucht. Dieses Bild ging um die Welt. Erschüttert hat es auch Raniero Pangaro aus Thusis. Nicht mehr zuschauen, etwas tun wollte er. Also hat er das Netzwerk «Bündner helfen Flüchtlingen» gegründet. Fast 1000 Sympathisanten und Leute, die konkret anpacken wollen, haben sich gemeldet.

Die freiwilligen Helfer haben sich organisiert und bieten nun verschiedene Dienstleistungen für die Flüchtlinge an. Sie wollen Ausflüge mit ihnen machen, beim Bewerbungsschreiben helfen oder Deutsch mit ihnen lernen.

Beim Amt für Migration kommt diese private Initiative grundsätzlich gut an. Wichtig sei aber der Austausch zwischen den Helfern und den Verantwortlichen in den Asylzentren. Die Hilfe müsse bestehende staatliche Angebote ergänzen, aber nicht konkurrenzieren heisst es beim Amt für Migration. «Wir sind aber unbürokratisch und offen für die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen», sagt Amtsleiter Marcel Suter. Dies dürfte Raniero Pangaro freuen. Er wüscht sich nämlich eine schnelle, unkomplizierte und möglichst unbürokratische Hilfe für die Flüchtlinge.