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Berufsweltmeisterschaft «Man wird überall erkannt»

SRF News: Sie sind seit wenigen Tagen Weltmeisterin, was hatten sie für Reaktionen?

Ich bin am Samstag nach Hause gekommen, überall hingen Plakate mit Gratulationen. Am Wochenende kamen Leute vorbei mit Karten und kleinen Geschenken. Man wird überall erkannt, ich kann mich nicht mehr verstecken.

Sie waren bereits bei den kantonalen Berufsmeisterschaften erfolgreich und letztes Jahr gab es Gold bei der Schweizermeisterschaft. War der Weltmeistertitel nun der logische Schritt?

Ich kann es selbst noch nicht glauben. Ich hatte die Hoffnung, dass es reicht eigentlich schon fast aufgegeben. Nicht alle Wettbewerbstage sind gut verlaufen. Der dritte Tag war streng, ich war psychisch ziemlich am Anschlag und konnte kaum mehr. Bei der Siegerehrung war ich dann von Preisträgern umringt, Gold rechts, Bronze links und wieder Gold hinten, da habe ich natürlich schon gehofft, dass es auch für eine Medaille reicht. Und es hat gereicht. Ich kann gar nicht beschreiben, wie es sich angefühlt hat.

Sport Weltmeisterschaften kennt man, wie muss man sich Berufsweltmeisterschaften vorstellen?

Man hat vielleicht schon mal von Maurern oder Schreinern gehört, die an Berufsweltmeisterschaften teilnehmen. Diese arbeiten jeweils über mehrere Tage an einem Projekt. Bei uns FaGe (Fachfrau Gesundheit) war es so, dass wir jeden Tag in einem anderen Gebiet arbeiten mussten. Es waren Alltagssituationen in den Bereichen Spitex, Altersheim oder Spital, die bewältigt werden mussten.

Sie dürfen sich nun Weltmeisterin nennen, was glauben sie, was ihnen der Titel für die künftige Berufslaufbahn bringt?

Das habe ich mir noch nicht überlegt. Ich habe es auch noch nicht richtig verarbeitet, dass es Gold gegeben hat. Ich werde mich wahrscheinlich noch weiterbilden in Richtung Medizinstudium. Der Titel ist schön, er gibt ein gutes Gefühl.

Informationen zur Person.

Es ist die zweite Goldmedaille, die Irina Tuor in ihrem Beruf gewinnt. Sie wurde 2016 bereits Schweizermeisterin. Dank dieser Medaille wurde sie dann ins Nationalteam aufgenommen und durfte nach Abu Dhabi reisen. Die 20-Jährige arbeitet im Kantonsspital Graubünden. Dort hat sie auch ihre Lehre absolviert. Irina Tuor kommt aus Brigels.

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