Zum Inhalt springen
Inhalt

Bibelübersetzung in Chur «Meilenstein in der Bibelforschung»

Die ursprüngliche Bibel: Die Vulgata sacra hat der «Bibelvater» Hieronymus im vierten Jahrhundert aus dem Hebräischen übersetzt. Es entstand die erste vollständig zusammenhängende lateinische Bibel. Diese war lange Zeit von der Kirche offiziell in Gebrauch. Im Laufe der Zeit wurde die Vulgata ins Deutsche übersetzt. Allerdings nicht die ursprüngliche Version, sondern jene, die von der Kirche teilweise geändert wurde.

Das weisse Schulgebäude mit Kirchturm an einem grauen Tag.
Legende: Die Idee, die Vulgata zu übersetzen, stammt aus dem Umfeld der Theologischen Hochschule Chur. Keystone

Die Bedeutung der Reformation: Die Reformation sorgte schliesslich dafür, dass die Bibeln in allen Sprachen direkt aus den hebräischen und griechischen Texten übersetzt wurden und lösten die Übersetzungen aus der Vulgata ab.

Erstmals übersetzt: Nun hat eine Gruppe der theologischen Hochschule Chur die ursprüngliche Vulgata übersetzt. Es ist die erste deutsche Fassung. Das Werk umfasst fünf Bände und 5000 Seiten. Die Projektgruppe schreibt von einem «Meilenstein in der Bibelforschung».

Für ein Fachpublikum: Die breite Masse will man mit der Übersetzung nicht erreichen. Andreas Beriger, der an der Übersetzung mitgewirkt hat, sagt: «Interessant ist sie für ein Fachpublikum, das besser verstehen will, wie sich die Dogmen der Kirche entwickelt haben.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
    Es kann nur eine Wahrheit geben. Entweder hat eine der vielen Religionsgemeinschaften die Wahrheit - und alle anderen sind im Irrtum - oder keine besitzt die Wahrheit. Am Ende gilt von allen Religionen ohne Ausnahme das Wort aus Goethes „Faust“: In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit! Die verblüffend einfache Lehre von Christus: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst - auch wenn der Nächste östlicher oder indischer Herkunft ist...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Albrecht Lauener (LebendigeEthik)
    Die Bibel ist ein Buch geworden, in dem jeder die Beweise für seine besondere Lehre sucht und auch findet. Man hat bereits Mitte der dreißiger Jahre (1935) 206 verschiedene christliche Religions-gemeinschaften gezählt; alle unterscheiden sich in irgendeiner Glaubenslehre, und doch berufen sich alle auf das Neues Testament, um ihre abweichende (Irr-)Lehre zu beweisen. Heute haben wir mehr Bibelausgaben als Wörter im Neuen Testament: das muss Anlass zum Nachdenken geben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen