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Graubünden Bündner Gewerbeverband rechtfertigt zweite Olympiakandidatur

Der Bündner Gewerbeverband will die Kandidatur des Kantons Graubünden für die Olympischen Winterspiele 2022 neu lancieren. Der Verband begründet den erneuten Anlauf mit schlechten Wirtschaftsaussichten und dem Mangel an Kandidaturen. Die Reaktionen auf den Vorschlag sind geteilt.

Mann mit Olympia-Jacke.
Legende: Geht es nach dem Gewerbeverband, soll die Olympia 2022 doch im Kanton Graubünden stattfinden. Keystone

Die Präsidentenkonferenz des Verbandes beschloss am Freitag, Olympia «eine zweite Chance zu geben», wie es in einer Mitteilung heisst. Eine entsprechende Resolution sei einstimmig angenommen worden.

«Düstere Aussichten für Wirtschaft»

Den erneuten Anlauf begründet der Gewerbeverband vor allem mit dem drohenden Einbruch, vor dem die Bündner Wirtschaft stehe. Als Grund für die düsteren Aussichten nennt der Verband unter anderem die Annahme der Zweitwohnungsinitiative, die der Baubranche zusetze.

Der Geschäftsführer des Gewerbeverbandes, Jürg Michel, verteidigt die Idee. «Unser Anliegen ist sicher ambitioniert. Aber es lohnt sich, die Kandidatur nochmals zu erwägen. Eine Zwängerei ist das nicht.»

Das Bündner Stimmvolk hatte der Kandidatur für die Winterspiele 2022 am 3. März 2013 eine Abfuhr erteilt - 52,7 Prozent der Stimmenden sprachen sich gegen Olympische Wettkämpfe in St. Moritz und Davos aus.

34 Kommentare

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  • Kommentar von Roman Loser, Embrach
    Ich bin für olympische Spiele, Weltmeisterschaften etc.auif so billige Art und Weise könnten wir sonst niemals Werbung machen. Der schlechte Ruf, den die Schweiz wegen MEI, ECOFLOP usw. bekommt könnte man elegant ausbügeln.
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    1. Antwort von Alex Kramer, ZH
      Billig? Sie scheinen ein dickes Portemonnaie zu haben. Das Budget der letzten Kandidatur lag bei deutlich über einer Mia. CHF. Fragen Sie doch mal an , ob der Bündner Gewerbeverband dazu bereit wäre, das garantierte Defizit mit dem zu erwartenden Gewinn(?) zu verrechnen; dies dürfte ein böses Erwachen für Sie sein! Sehr wahrscheinlich ist man aber nur mit der bestehenden Subventionslage per Finanzausgleich unzufrieden und probiert nun eine andere, internationalere Masche.
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    2. Antwort von Albert Planta, Chur
      Alex Kramer, sie scheinen sich noch nicht gross mit Marketing beschäftigt zu haben. Will man langfristig TOP OF THE WORLD sein, muss man wohl oder übel im Gespräch bleiben. Aber ich nehme mal an, als Unterländer beschäftigt sie die Anliegen der Berggebiete eh nicht wirklich.
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  • Kommentar von D. Schelbert, Kt ZG
    Einmal mehr wird der Volkswille missachtet und mit Füssen getreten. Wenn die Wirtschaftsaussichten schlecht sind, dann sollte man erst recht nicht über solch unsichere Milliarden-Investition diskutieren. Zudem wird es immer weniger Schnee und dafür in immer höheren Lagen schneien und Schnee haben. Kunstschnee herstellen ist Energie-Verschwendung, schadet der Natur und Umwelt nachhaltig. Deshalb sollte diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt werden.
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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Zwäng Gringe - die typische Grundeinstellung des Gewerbeverbandes. Zum Kotzen!
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