Bündner Jagd vorbei, Abschussplan praktisch erreicht

Durch die Sonderjagd in den Regionen ist in Graubünden der Abschussplan auf die Hirsche in diesem Jahr praktisch erfüllt worden. Insgesamt 4486 Hirsche - der zweithöchste je erzielte Abschuss - wurden erlegt. Die von den Behörden vorgegebene Abschusszahl war auf 4655 festgelegt.

Jäger mit Feldstecher inmitten leicht verschneiter Berge Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: 1664 Jägerinnen und Jäger waren an der Sonderjagd beteiligt. Keystone

3349 Hirsche waren während der dreiwöchigen Patentjagd im September zur Strecke gebracht worden. Wie das Amt für Jagd am Dienstag informierte, wurden auf der Sonderjagd, in der Zeit zwischen dem 8. November und dem 14. Dezember, zusätzlich 1137 Hirsche geschossen.

Laut Behördenangaben nahmen 1664 Jägerinnen und Jäger an der diesjährigen Sonderjagd teil. Das sei die höchste Anzahl seit deren Bestehen im Jahre 1972.

Diese Form der Jagd ist umstritten. Gegner finden, dass es immer wieder zu moralisch und ethisch verwerflichen Szenen komme, da die Gesetze der ordentlichen Jagd ausser Kraft seien. Eine Volksinitiative gegen die Sonderjagd wurde von 10'229 Personen unterzeichnet.

Die Bündner Regierung beantragt dem Parlament allerdings, die Initiative nicht zur Abstimmung zu bringen. Das Begehren sei ungültig, weil es gegen Bundesrecht verstosse.