Bündner Parlament will nicht bei der Schule sparen

Der Grosse Rat lehnte am Mittwoch die Forderung ab, die Bündner Schule auf mögliches Sparpotential zu überprüfen. Auslöser für die Forderung aus der FDP waren die Mehrkosten aufgrund des neuen Schulgesetzes.

Schüler an einem Pult Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Sparübung sei nicht nötig, fand der Grosse Rat. Graubünden habe bereits heute vergleichsweise tiefe Bildungskosten. Keystone

Das neue Schulgesetz hat finanziell grössere Auswirkungen als erwartet. Statt zehn Millionen mehr, belaufen sich die zusätzlichen Kosten auf 26 Millionen Franken jährlich für Kanton und Gemeinden. Dies hatte eine Überprüfung aufgrund eines Vorstosses von Angela Casanova (FDP) ergeben.

Bereits im Juni hatte das Parlament über die Zahlen diskutiert (vgl. «Wie viel darf Schule kosten?» vom 14. Juni 2016), dies aufgrund einer Anfrage. Gestern Mittwoch diskutierte das Parlament in ähnlichen Bahnen über die Forderung, mögliches Sparpotential zu identifizieren und dies im Schulgesetz umzusetzen.

Eine Mehrheit der Grossräte wehrte sich gegen dieses Ansinnen, unter anderem mit der Begründung, dass Graubünden bereits heute im Vergleich zu anderen Kantonen tiefe Bildungskosten habe. Der Vorschlag, ebenfalls von FDP-Politikerin Angela Casanova, wurde schliesslich mit 55 zu 36 Stimmen abgelehnt.

SRF1, Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden: 06.32