Bündner Stiftung für Innovation mit mässiger Bilanz

Vor acht Jahren hat die Regierung die Stiftung für Innovation, Entwicklung und Forschung ins Leben gerufen - mit dem Ziel, neue Arbeitsplätze in den Kanton zu holen. 30 Millionen Franken standen der Stiftung zur Verfügung. Nun ist das Geld fast aufgebraucht. Die Bilanz fällt durchzogen aus.

Solarpannels auf Hausdach Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Innovatives Projekt: erste Anlage von 720 Quadratmetern auf einem Gewerbegebäude in San Vittore Innovationsstiftung Graubünden

Insgesamt wurden in den acht Jahren seit Bestehen der Stiftung 227 Gesuche behandelt. Viele Gesuche haben die Kriterien für Fördergelder nicht erfüllt. Nur rund 90 Projekte wurden finanziell unterstützt. Etwa zehn Prozent aller unterstützten Projekte hätten Schiffbruch erlitten, sagt Stiftungspräsident Roman Boutellier auf Anfrage von Radio SRF. Alles in allem habe man bis jetzt rund 100 Arbeitsplätze geschaffen.

Mit dieser Gesamtbilanz ist Roman Boutellier nicht zufrieden. «Wir haben mehr erwartet. Wenn wir uns aber mit anderen Stiftungen vergleicht, stehen wir nicht schlecht da.» Weiter sagt Boutellier, einige Projekte würden noch laufen, daraus würden weitere Arbeitsplätze entstehen.

Stiftung wird aufgelöst

Bereits letztes Jahr hat die Bündner Regierung entscheiden, dass die Stiftung für Innovation aufgelöst wird, sobald die 30 Millionen Franken aufgebraucht sind. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass die letzten zwei Millionen Franken im Laufe des nächsten Jahres aufgebraucht sein werden. In Zukunft ist diese Art von Wirtschaftsförderung Sache des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Tourismus.