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Bundesratskandidatur Martin Schmid kandidiert nicht für den Bundesrat

Legende: Audio Eigentlich hätte er gerne kandidiert abspielen. Laufzeit 02:38 Minuten.
02:38 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 12.10.2018.

FDP-Ständerat Martin Schmid steht nicht als Bundesratskandidat zur Verfügung, dies teilte er am Freitag mit. Er wolle dem weit verbreiteten Wunsch, dass jetzt eine freisinnige Frau im Bundesrat nachfolgen soll, nicht im Wege stehen, heisst es in einer Mitteilung.

Zur Person

Martin Schmid ist 49 Jahre alt, Rechtsanwalt in Chur und seit 2011 Ständerat für den Kanton Graubünden. Davor war er von 2003 bis 2011 Regierungsrat. In dieser Zeit war er Vorsteher des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit, später leitete er das Gemeinde- und Finanzdepartement.

«Mit der Kandidatur von Karin Keller-Sutter steht eine ausgewiesene und fähige Kandidatin zur Verfügung», schreibt Schmid weiter. Im Gespräch mit Radio SRF präzisiert er, «parteiintern war der Wunsch sehr stark, dass nun der Weg für eine erfolgreiche Frauenkandidatur frei gemacht wird».

Zeichen stehen auf Frauenkandidatur

Gewisse Leute hätten seine Kandidatur nicht als geeignet gesehen, um dieses Ziel zu erreichen, sagt Schmid weiter. Weiter hätten ihm auch familiäre Gründe diesen Entscheid erleichtert.

Parteiintern war der Wunsch sehr stark, dass nun der Weg für eine erfolgreiche Frauenkandidatur frei gemacht wird
Autor: Martin SchmidStänderat FDP

Zugetraut hätte sich der Bündner das Bundesratsamt allemal. In der Mitteilung streicht er seine Erfahrung als Regierungsrat, als Ständerat und jene in der Privatwirtschaft heraus und kommt zum Schluss: «Ich würde nach meiner Einschätzung viele Voraussetzungen für das hohe Amt erfüllen und die notwendige Führungserfahrung mitbringen».

Martin Schmid will sich nun auf das Amt als Ständerat konzentrieren. Er stellt sich 2019 der Wiederwahl.

Karin Keller-Sutter in der Pole-Position

Neben Martin Schmid hat heute auch der Zürcher Ständerat Ruedi Noser seinen Verzicht bekannt gegeben. Somit lichtet sich das Kandidatenfeld immer mehr und die Chancen für Karin Keller-Sutter steigen weiter.

Die Bundesratswahlen finden am 5. Dezember statt. Neben der Nachfolge von Johann Schneider-Ammann, wird auch eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger von CVP-Bundesrätin Doris Leuthard gewält.

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