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Churer Altstadt «Es braucht mehr Bewusstsein für den Kunden»

SRF News: Roman Benker, noch bis im Mai gab es einerseits den Marketingpool «Altstadt Chur», andererseits den Trägerverein für die Geschäfte an der Oberen Gasse und am Martinsplatz. Ein komplexes Konstrukt. Hat man sich deshalb entschieden, künftig als «Verein Altstadt Chur» aufzutreten?

Roman Benker: Für den Start war das ideal. Mittlerweile haben wir aber fast 80 Mitglieder, da wurde es kompliziert. Ein weiterer Grund ist, dass wir immer mehr Mitglieder haben, deren Geschäfte in anderen Strassen als der Oberen Gasse liegen.

Der Verein möchte die Churer Altstadt vermehrt beleben. Wie geht es denn den Unternehmern in der Altstadt heute?

Wie dem Wetter: Es gibt gute und schlechte Tage. Es gibt Unternehmer, die stärker zu kämpfen haben, anderen geht es besser. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass es den Unternehmern gut geht.

Dennoch scheint es Probleme zu geben. Welche sind das?

Das sind vor allem gesellschaftliche Probleme. Wir sind weniger loyal gegenüber den Geschäften in der Nachbarschaft als früher, kaufen vermehrt online oder an anderen Orten ein.

Wie kann ein Verein dem entgegenwirken?

Ich habe das Gefühl, man muss das mit einheitlichen Massnahmen und Kommunikationsmitteln bewältigen. Das heisst, der Kunde muss im Mittelpunkt stehen und die Angebote rund um den Einkauf müssen passen. In Appenzell beispielsweis habe ich beobachtet, dass ein einheitliches Denken besteht. Das beginnt bei den Parkplätzen und der Verkehrsführung. Vieles ist dort auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet.

Roman Benker

Roman Benker

Präsident Verein Altstadt Chur

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Roman Benker arbeitet für eine Kommunikationsagentur in der Churer Altstadt und setzt sich mit dem Verein für eine lebendige Altstadt ein.

Der neu aufgestellte Verein soll auch mehr Gewicht gegenüber Vertretern aus Politik und Tourismus haben. Werden Sie von diesen Vertretern ernst genommen? Setzen Sie sich hin und wieder gemeinsam an einen Tisch, um über Probleme und Wünsche zu sprechen?

Gestartet sind wir in der Oppositionsrolle. Heute suchen wir die Kooperationen, und auch die andere Seite nimmt uns wahr und kommt auf uns zu.

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