ARA-Neubau Das Oberengadin baut an einem Generationenprojekt

Neun Oberengadiner Gemeinden planen eine zentrale Abwasser-Kläranlage. Sie soll in S-chanf gebaut werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf 76,5 Millionen Franken. Die letzte Gemeinde, Madulain, stimmt nun über das Grossprojekt ab.

Landkarte Oberengadin mit den drei ARAs Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Statt die ARAs Staz, Sax und Furnatsch zu sanieren und auszubauen, soll eine neu in S-chanf erstellt werden. Verband Abwasserreinigung Oberengadin

Worum geht es? Neun Gemeinden im Oberengadin streben eine zentrale Abwasserreinigungsanlage (ARA) an. Anstatt die drei bestehenden ARAs zu sanieren, soll in S-chanf eine grosse Anlage für alle gebaut werden. Dies sei die günstigere Variante, sagen die Initianten. Hinter den Plänen steht der Verband Abwasserreinigung Oberengadin. Mitglieder sind die Gemeinden.

Was kostet die neue ARA? Die Investitionskosten belaufen sich auf 76,5 Millionen Franken. Der Betrag wird auf die Gemeinden aufgeteilt. Am meisten zahlen St. Moritz, Samedan und Pontresina.

Was ist Stand der Dinge? Acht Gemeinden haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Die erforderliche Mehrheit für den Bau der ARA ist somit schon lange erreicht. Baubeginn ist für den Frühling 2017 geplant. Im Jahr 2021 soll die zweitgrösste ARA in Graubünden in Betrieb genommen werden. Danach sollen die alten Kläranlagen zurückgebaut werden.