Das WEF durch die Linse von Andy Mettler

36 Jahre lang hat Andy Mettler für das WEF fotografiert. Nun ist Schluss. Der Davoser erzählt über seine wichtigsten Bilder und über den sogenannten «Spirit von Davos», den er heute im Kongresszentrum vermisst.

Die Arbeit sei immer aufwändiger geworden, die Vorbereitungen für seine Agentur zu gross: «Ich habe meine Demission schweren Herzens eingereicht bei Klaus und Hilde», sagt Andy Mettler, welcher ein freundschaftliches Verhältnis mit den WEF-Gründnern, dem Ehepaar Schwab pflegt.

Andy Mettler hat über 30 Jahre lang im Auftrag des WEF fotografiert, 18 Jahre mit seiner Photoagentur Swiss-Image. Nun haben sich die Partner getrennt.

Es seien spannende Jahre gewesen, sagt Andy Mettler rückblickend. Er habe sehr viele Menschen kennengelernt, er habe im Auftrag des WEF symbolträchtige Bilder in die Welt hinaus schicken dürfen. Er erwähnt unter anderem ein Bild von 1994. Damals hatte er abgelichtet, wie die beiden politischen Gegner Shimon Peres und Jassir Arafat gemeinsam die WEF Bühne betreten.

Auf die Veränderungen am WEF angesprochen, sagt Andy Mettler: «Der sogenannte Spirit von Davos ist verloren gegangen. Heute kommen nur noch Wirtschaftskapitäne. Die menschliche Seele kommt zu kurz an diesem Anlass».