Davos: Keine Alternativen für deutsche Patienten

Nach dem Konkurs der Hochgebirgsklinik in Davos fällt für deutsche Patienten eine wichtige Behandlungsmöglichkeit weg. Für Asthmapatienten ist die Klinik die einzige Anlaufstelle in dieser Höhenlage.

Die Gebirgshöhenklinik im Schnee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Durch die Schliessung der Gebirgshöhenklinik fehlt deutschen Patienten eine Therapiemöglichkeit. Keystone

Für Asthmapatienten ist die Höhenlage einer Klinik äusserst wichtig: Ab 1200 Metern über Meer überlebt die Milbe nicht mehr, die Asthma auslöst. Davos liegt auf 1500 Metern über Meer. Der Grossteil der Patienten in der Hochgebirgsklinik stammt aus Deutschland. Anja Schwalfenberg vom deutschen Asthma- und Allergienbund hofft deshalb, dass es doch noch eine Rettung für die Klinik gibt. Es gebe zwar auch in Deutschland einzelne Kliniken für Asthmapatienten. Diese würden allerdings alle tiefer liegen als diejenige in Davos.

Auch für Schweizer Kinder hat die Schliessung Folgen: Die Hochgebirgsklinik bot noch als einzige Klinik in der Schweiz Asthmatherapien für Kinder bis zu 16 Jahren an. Nachher gebe es nur noch Therapiemöglichkeiten im Ausland. Das sagt Thomas Rothe, Chefarzt für innere Medizin und Pneumologie an der Zürcher Höhenklinik in Davos. Allerdings werden seit längerem nur noch wenige Schweizer Kinder in Davos behandelt.