Davos sagt Nein zur Gewerbezone im Weiler Laret

Das Resultat war deutlich: Zwei Drittel der Abstimmenden sagten nein zur Gewerbezone im Weiler Laret. Seit Jahren sucht die Gmeinde neues Gewerbeland und sah beim Dorfeingang die Lösung. Die Gegner kritisierten den Abstimmungstermin und sagten, dass wertvoller Naturraum zerstört würde.

Projekt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zu diesem Projekt beim Dorfeingang Davos sagte das Volk deutlich nein. zvg

Dass Davos neues Gewerbeland braucht, ist unbestritten. Dass dieses aber im Gebiet Laret eingezont werden soll, das wurde im Volk stark kritisiert. Der Standort am Wolfgangspass in der Nähe der Walsersiedlung sei ungeeignet. Es würde das Landschaftsbild schädigen und Naturraum zerstören. Hinzu kommt die Kritik, die Behörden hätten zu wenig nach alternativen Standorten gesucht.

Die Gegner der Vorlage warfen der Gemeinde auch vor, den Abstimmungstermin noch auf dieses Jahr gesetzt zu haben, damit noch das alte Raumplanungsgesetz gilt. Diese Kritik weist der Davoser Landammann Tarzisius Caviezel in der Sendung «Regionaljoural Ostschweiz» von Radio SRF 1 zurück. Er könne sich dieses deutliche Resultat im Moment noch nicht erklären. Jetzt müsse man erst über die Bücher.

Die Mitschuld an diesem Entscheid trage aber sicher das Gewerbe selber, so Caviezel weiter. Es hätte zu wenig für ihr Anliegen geworben. «Das stimmt nicht», sagt der Präsident des Davoser Gewerbeverbands Daniel Ammann auf Anfrage. Man müsse sich viel mehr fragen, was in Davos mehr gewichtet würde, der Naturschutz oder das Gewerbe.