Demo gegen Huonder stösst auf Kritik

Am Sonntag wird in St. Gallen demonstriert gegen den Bischof des Bistums Chur, gegen Vitus Huonder. Eine breite Allianz von katholischen Organisationen hat dazu aufgerufen, unter anderem der Schweizerische Katholische Frauenbund. Allerdings sind nicht alle einverstanden mit dieser Kundgebung.

Der Churer Bischof Vitus Huonder. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele Katholiken verstehen das Katholisch sein anders als der Churer Bischof Vitus Huonder. Keystone

Für viele Katholiken in der Schweiz steht am Sonntag nicht nur der Gang zum Gottesdienst auf dem Programm: Sie versammeln sich in der Gallusstadt, um dort ihren Unmut über die Situation im Bistum Chur unter Bischof Vitus Huonder kunzutun.

Zur Kundgebung ziehen eine grosse Gruppe Katholiken vom Bahnhof zum Klosterplatz.

Dort werden sie ihr Forderungen an Bischof Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, übergeben.

Misstöne aus den eigenen Kreisen

Die Allianz katholischer Organisationen, welche hinter dieser Demonstration steht, ist breit. So rufen unter anderem der Schweizerische Katholische Frauenbund, Jungwacht und Blauring und auch die Pfarreiinitiative zur Demo auf. Allerdings sind nicht alle Mitglieder damit einverstanden. Der Schweizerische Frauenbund zählt rund 150'000 Mitglieder. Etwas mehr als 100 davon distanzieren sich offiziell von der Demonstration und kritisieren, dass diese Kundgebung nicht so sehr gegen Vitus Huonder, als vielmehr gegen den Katholizismus gerichtet sei.