«Den romanischen Justin Bieber haben wir noch nicht gefunden»

Seit gut zwei Jahren gibt es das erste rätoromanische Plattenlabel «R-Tunes». Die Macher sind mit grossen Plänen gestartet, man wollte den rätoromanischen Star finden. Den einen Star hat man noch nicht gefunden, aber dafür leuchten nun viele kleine Sternchen am romanischen Musikhimmel.

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Bildlegende: Cha da Fö (alias Roland Vögtli) im Studio. Er ist einer der Musiker, der bei R-Tunes unter Vertrag ist. zvg

«Wir sind noch nicht dort wo wir hin wollen», sagt Michel Decurtins von «R-Tunes». Das Plattenlabel hat in den letzten zwei Jahren acht Alben von rätoromanischen Künstlern und Künstlerinnen auf den Markt gebracht. Der grosse Star, die Leuchtfigur war bis jetzt allerdings nicht dabei. «Den romanischen Justin Bieber haben wir noch nicht gefunden», sagt Decurtins mit einem Lächeln. Langsam aber sicher werde die romanische Musik in der Schweiz bekannter.

Dass es nun ein romanisches Plattenlabel gibt sei sehr wichtig für die Szene, sagt Roland Vögtli alias Cha da Fö. «Für mich ist es wichtig, dass ich von diesem Label als romanischer Künstler wahrgenommen werde», sagt der Musiker.

Für ein Label sei es einfacher an Kulturförderungsgelder zu kommen als für Private, sagt Michel Decurtins. «Wir unterstützen die Musiker dabei und nehmen ihnen den Papierkram ab», erzählt Decurtins.