Der Götterbaum breitet sich aus

Der Götterbaum dringt in den Waldbestand auf der Alpennordseite ein und bedrängt einheimische Baumarten. Betroffen sind diverse Regionen im Kanton Graubünden. Vereinzelt kommt er auch schon in den Kantonen St. Gallen und Thurgau vor.

Der Götterbaum stammt ursprünglich aus Ostasien. Forscher des Eidgenössischen Forschungsinstituts für Wald, Schnee und Landschaft WSL haben nun festgestellt, dass der Götterbaum unterdessen an 90 verschiedenen Orten auch im Wald wächst. Dort bedrängt er aufgrund seiner starken Wüchsigkeit einheimische Baumarten. Zudem gibt es laut den Forschern Anzeichen dafür, dass er in den Alpentälern die Schutzwirkung von Wäldern verringern könnte.

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Bildlegende: Der Götterbaum kommt auch auf der Alpennordseite vor. WFL

Die Entfernung des Götterbaumes sei schwierig und aufwendig, sagt Jan Wunder vom WSL. Im Wald werde seine Bekämpfung zusätzlich durch die Tatsache erschwert, dass dort der Einsatz von Herbiziden verboten ist.
Grundsätzlich aber, so Wunder weiter, gehe es jetzt darum herauszufinden, welche Auswirkungen der Götterbaum langfristig habe und präventiv seine Ausbreitung einzudämmen.