Der Skiverband kämpft mit Nachwuchsproblemen

Die Ski Weltmeisterschaften in Vail / Beaver Creek haben es deutlich aufgezeigt: die Schweiz ist nicht mehr die dominierende Skination im alpinen Sektor. Auffallend war dabei auch, dass es an jungen Fahrerinnen und Fahrern mangelt, die dereinst die bewährten Athletinnen und Athleten ablösen könnten.

Dies gilt schweizweit und ganz besonders in der Ostschweiz. «Wir sind in einem Wellental bezüglich unseres Nachwuchses», meint etwa der frühere Direktor von Swiss Ski, Hansruedi Laich. Als einen Grund des Problems macht der Appenzeller aus, dass der Skisport seinen Nachwuchs nur aus schweizerischen, einheimischen Jugendlichen rekrutieren kann und beispielsweise Secondos, die andere Sportarten wie etwa den Fussball bevorzugen, völlig fehlen.

«  Wir sind in einem Wellental bezüglich unseres Nachwuchses »

Hansruedi Laich
Ehemaliger Direktor Swiss Ski

Doch es gibt weitere Fragen, die bezüglich des Nachwuchses offen sind. So hat etwa Stefan Tschol als Trainer des Ostschweizer Skiverbandes festgestellt, dass viele Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren mit dem Leistungssport aufhören. «Wir haben zahlreiche gut funktionierende Talentschulen. Aber an der Schwelle zum Sportgymnasium oder zur Berufslehre erfolgt eine Zäsur, die wir nicht im Griff haben», stellt er fest. Das Wissen darum, dass etwa auch in Österreich gleichgelagerte Probleme bestehen, mag ein kleiner Trost sein.