Industriestandort Graubünden Die HTW soll Ingenieure ausbilden

Würde die HTW zwischen 300 und 500 Ingenieure ausbilden, wäre das ein grosser Vorteil für die Bündner Industrie. Zu diesem Schluss kommt ein neues Papier der Denkwerkstatt Wirtschaftsforum Graubünden.

Eine Schweizerfahne und das Firmenlogo von Hamilton in Bonaduz vor blauem Himmel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Damit sich Unternehmen wie Hamilton Bonaduz entwickeln können, brauche es Bündner Ingenieure, findet das Wirtschaftsf... Keystone

Peder Plaz ist Geschäftsführer der Denkwerkstatt Graubünden. Am Mittwoch hat er eine Studie präsentiert, die sich mit der Bündner Exportindustrie beschäftigt. Darin kommt das Wirtschaftsforum zum Schluss: Graubünden braucht mehr Ingenieure.

SRF News: Peder Plaz, weshalb kommen Sie zum Schluss, dass es wichtig ist, Ingenieure im Kanton auszubilden?

Peder Plaz: Bündnerinnen und Bündner, die sich für ein Ingenieurstudium interessieren, absolvieren dieses heute im Unterland. Und das in einem Alter, in dem man neue soziale Kontakte knüpft, sich vielleicht auch verliebt. Hat man ein soziales Netzwerk aufgebaut, verlässt man dieses Umfeld kaum mehr. Deswegen bleiben viele auch nach dem Studium in anderen Kantonen.

Sie sagen aber auch, Bündner alleine reichen nicht, um einen ganzen Studiengang aufzubauen. Wie können denn Studenten aus anderen Kantonen ins periphere Graubünden gelockt werden?

Graubünden muss als Hochschulstandort attraktiver werden. Dazu braucht es auch geeignete Wohnmöglichkeiten für ausserkantonale Studenten.

Also einen Campus?

Entweder einen Campus oder Wohnungen und Zimmer, die günstig zur Verfügung gestellt werden.

Damit das aber überhaupt umgesetzt werden kann, bräuchte es die Bereitschaft der Hochschule HTW und die Unterstützung des Kantons. Sollten diese dazu bereit sein, bis wann könnte ein solches Projekt umgesetzt werden?

Wir sehen einen Horizont von ein, zwei Jahrzehnten. Das kann nicht von heute auf morgen realisiert werden.