«Die Regierungsräte sprechen zu lang»

Vitus Dermont leitet kommende Woche zum letzten Mal eine Session des Grossen Rats als Standespräsident. Der Laaxer verrät im Gespräch, wie die Effizienz im Rat gesteigert werden könnte.

Ein Mann hebt die Schwurfinger. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Vitus Dermont bei seiner Vereidigung im letzten Sommer. RTR

Das Jahr als Standespräsident hat Vitus Dermont gleich mit einer überraschenden Aktion eingeläutet. An der Feier, die vor einem Jahr für ihn gehalten wurde, haben Asylbewerber gemeinsam mit dem Männerchor ein romanisches Lied gesungen. Er habe damit aufzeigen wollen, dass das Zusammenleben mit den Asylbewerbern im «Rustico» in Laax funktioniert.

Als Standespräsident leitet Vitus Dermont (CVP) den Betrieb im Bündner Kantonsparlament. Eine Aufgabe, die nicht immer leicht ist: «Ich muss mich intensiv auf die Sessionen vorbereiten. Entsprechend erwarte ich von den Grossrätinnen und Grossräten Disziplin.»

Dies klappe in der Regel zwar, so Dermont weiter. Gegen ausufernde Debatten könne er aber auch nichts unternehmen: «Die Redezeiten können nun mal von allen Parlamentariern ausgeschöpft werden.» Eine Idee für mehr Effizienz hat er dennoch: «In anderen Kantonen sprechen Regierungsräte und Fraktionspräsidenten weniger. Bei uns haben sie keine Redezeitbeschränkung. Das könnte geändert werden.»