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Legende: Video Ein Dorf rutscht ins Tal abspielen. Laufzeit 03:50 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 03.05.2019.
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Ein Dorf rutscht ab Für Brienz könnte es ungemütlich werden

  • Das auf einer Sonnenterrasse im Bündner Albulatal gelegene Brienz rutscht einen Meter pro Jahr.
  • Am Freitagabend haben die Behörden die Bevölkerung über die neusten Entwicklungen im Rutschgebiet informiert.
  • Für Brienz sowie benachbarte Orte sind Evakuierungen nicht auszuschliessen.

Das Mittelbündner Dorf mit seinen knapp hundert Einwohnerinnen und Einwohnern liegt auf einem Kegel, der seit Menschengedenken in Bewegung ist. Diese Bewegungen verstärkten sich in den letzten Jahren von 30 auf 50 und auf 70 Zentimeter jährlich. Mittlerweile bewegen sich die Messpunkte im Dorf bis zu einem Meter pro Jahr.

Die Rutschungen des gesamten Dorfes verursachen bereits Schäden an Gebäuden und Leitungen, die aber in den meisten Fällen repariert werden können.

Felsbrocken vom Hang oberhalb

Doch nicht nur der Untergrund des Dorfes bewegt sich. Auch der ganze Hang auf der Nordseite oberhalb ist instabil. Die Messpunkte an der Felskante rutschen mehr als vier Meter pro Jahr abwärts.

Eine mögliche Zuspitzung der Situation ist laut Fachleuten nicht plötzlich, sondern eher über mehrere Wochen oder Monate zu erwarten. Trotzdem hat die Gemeinde Albula, zu der Brienz gehört, vorsorglich Vorbereitungen für eine allfällige Evakuierung des Dorfes und von Teilen der benachbarten Orte Vazerol, Surava und Tiefencastel getroffen.

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15 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    @Chr. Gerber ".... es werden tendenziell immer mehr ..." sehr unlogisch, denn der Permafrost löst sich seit Jahrtausenden auf, einfach ein paar Etagen weiter unten und deshalb gab es früher tendenziell eher mehr und gravierendere Bergstürze (siehe Statistiken). Aber gut, heute wird eben alles verwendet, um die Klimaerwärmung zu hysterisieren bzw. selbst Gegenargumente (z.B. mehr und längere Schönwetterperioden) benutzt, um die Dramatik zu "beweisen" und das CO2 als Alleinursache darzustellen.
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  • Kommentar von Vincere Brienz (Vincere)
    Verheerend ist dass man nicht versichert ist bei einer „langsamen“ Rutschung sondern nur bei einem Bergsturzereigniss, wie wenn das weniger schlimm wäre für uns Brienzer wegen einer langsamen Rutschung ausziehen zu müssen.. so gut sind die Gebäudeversicherungs-Deckungen in der Schweiz. Wenigstens kämpft der Leiter der Gebäudeversicherung um da allenfalls eine Lösung zu finden. Wir stehen da aber sehr im Leeren... wie in einem Drittweltland.. habe meine Prämien immer pünktlich bezahlt.
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  • Kommentar von pedro neumann (al pedro)
    Interessant, wie hier wieder mal die Klimaerwärmung für einen Umstand verantwortlich gemacht wird, der im Kanton Graubünden an vielen Orten seit Jahrtausenden vorliegt. Manche Siedlungen liegen in Bergsturzgebieten, auf eiszeitlichen Bergsturzkegeln oder in Rutschgelände, Gebiete, sie sich schon immer bewegt haben. Dort zu siedeln und zu bauen barg und birgt seit jeher Gefahren. Wer's nicht glaubt, lese einmal die Bauchronik der Chur-Arosabahn (1914).
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Wo wird hier Bezug auf Klimaerwärmung genommen?
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    2. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      al pedro. Dann, trotzdem. Bergsturzgebiet ist das eine, das andere ist der Permafrost, welche auftaut (siehe Bondo).
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    3. Antwort von Peter Brenner (Brenner)
      @Horatio: Bondo ist nicht auf einen wie immer gearteten "Klimawandel" zurückzuführen, dahinter steht ein jahrhunderte, wenn nicht jahrtausendelanger langer Prozess. Siehe den SRF-Bericht: https://www.srf.ch/news/schweiz/tauwetter-im-hochgebirge-hitze-ist-fuer-das-gestein-nicht-nur-schlecht. Da waren ein paar Klimaforscher und v. a. die damalige Bundesrätin etwas voreilig -dem Mainstream-Katastophenmodus folgend.
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    4. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Brenner. Ihr SRF-Beitrag, Gruner (Geologe): "In den Hochalpen, wo Permafrost auftaut, kann es zu einer Häufung von solchen Ereignissen kommen".
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    5. Antwort von Peter Brenner (Brenner)
      @Horatio: Diese Bemerkung Gruners bezog sich ausdrücklich nicht auf den Bergsturz von Bondo. Ganzen Artikel lesen!
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