«Ein Nationalparkprojekt ist aufwendig»

20 Gemeinden, zwei Kantone, drei Sprachen, komplexe Dokumentation: Die Vorarbeiten zum geplanten Nationalpark Parc Adula nehmen viel Zeit in Anspruch. Die Abstimmung musste bereits um ein Jahr auf 2016 verschoben werden. Der Parkvertrag muss noch detaillierter ausgearbeitet werden.

Ein Hirsch steht im Nebel Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Höhenunterschiede von nahezu 3000 m führen im Parc Adula zu den unterschiedlichsten Klimata. zvg

Zusatzinhalt überspringen

Technische Daten zum Park:

Gesamtfläche: 1230 km²
Fläche Kernzone: 150 km²
Gemeinden: 20
Einwohner: ca 14’000
Wegnetz: 1160 km
Tiefster Punkt: 397 m
Höchster Punkt: 3402 m
Prioritäre Arten: 535

Die Charta, so sagt man dem Parkvertrag, wurde vom Bundesamt für Umwelt an die Projektleiter zurück gegeben. Die Informationen waren noch zu wenig detailliert. So muss beispielsweise das Wegnetz ausgearbeitet werden, sprich, es musse definiert werden, wo genau gewandert oder gejagt werden kann.

Weil die Charta nochmals überarbeitet werden muss, verschob sich die Abstimmung. Bis im Frühling soll die Charta fertig sein. Die 20 beteiligten Gemeinden sollen den Parkvertrag im Sommer erhalten und dann Stellung nehmen können, so der Direktor des Projekts Parc Adula, Martin Hilfiker.

Man sei zur Zeit vor allem an der Feld- und Büroarbeit und davon sehe man halt nicht viel. Alleine schon die verschiedenen Sprachen und Regionalbüros würden die Arbeit langwierig machen, so Hilfiker. Sobald die Charta fertig sei, wolle man dann die Bevölkerung vermehrt informieren.