Kulturförderungsgesetz Epische Debatte im Grossen Rat

Die Regierung präsentiert künftig alle vier Jahre ein Kulturförderungskonzept. Dieses soll Leitplanken setzen, wer finanzielle Unterstützung bekommt. Auch bereits entschieden ist, dass die Musikschulen mehr Geld erhalten. Die Debatte wird am Mittwoch fortgeführt

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Bildlegende: Der Grosse Rat Graubünden debattiert über das Kulturförderungsgesetz. Keystone

Das neue Kulturkonzept soll als Leitschnur für die Förderung von Projekten und Institutionen dienen. Dabei mitreden will auch der Grosse Rat. Das Parlament entschied mit Stichentscheid des Standespräsidenten Michael Pfäffli, das Konzept der Regierung – sobald es vorliegt – zu diskutieren und allenfalls zu korrigieren.

Nikolaus Schmid, Theatermann, Sprecher der Kulturschaffenden und auf der Tribühne des Rats, begrüsste das Konzept. So würden verbindliche Richtlinien geschaffen, wie Kultur in Graubünden gefördert werden soll (siehe Interview oben).

700'000 Franken mehr für die Musikschulen

Neben dem neuen Kulturförderungskonzept wurde auch ein Mindestlohn für Musiklehrerinnen und -lehrer im neuen Gesetz aufgenommen. Dieser orientiert sich an den Vorgaben für Primarlehrpersonen. Weiter erhalten die Sing- und Musikschulen künftig 700'000 Franken mehr vom Kanton. Der Grosse Rat weigerte sich jedoch, den Beitrag der Eltern zu plafonieren.

Diverse Forderungen wurden abgelehnt

Wie bisher wird es möglich sein, für Kulturprojekte Anträge zu stellen. Der Grosse Rat lehnte es jedoch ab, künftig auch Infrastrukturprojekte – wie beispielsweise eine Lichtanlage für ein Dorftheater – zu unterstützen. Auf deutliche Ablehnung stiess auch der Vorschlag, beim Kanton eine Koordinationsstelle für Kinder- und Jugendkultur zu schaffen oder den Kreis der förderungswürdigen Kulturinstitutionen zu vergrössern.

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 12:03 Uhr