Zum Inhalt springen
Inhalt

Feuerverbote in der Ostschweiz Grossverteiler verzichten auf Feuerwerkverkauf

Einzelne Läden reagieren auf die grosse Waldbrandgefahr. Wegen der anhaltenden Trockenheit verzichten Coop und Migros in der Ostschweiz auf den Verkauf von Feuerwerksartikeln. Bereits Anfang Woche entschied Coop, in den Kantonen Graubünden, Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein keine Feuerwerksartikel zu verkaufen. Am Donnerstag wurde der Verkaufsstopp nun auf die weiteren Kantone Thurgau, St. Gallen, beide Appenzell, Glarus und Schaffhausen ausgeweitet. Ebenfalls betroffen sind Coop-Filialen in der Region Winterthur inklusive dem Zürcher Weinland, wie es in einer Mitteilung heisst.

Keine Raketen, Böller und Vulkane gibt es auch bei der gesamten Migros Ostschweiz zu kaufen, bestätigt das Unternehmen auf Anfrage des Regionaljournals Ostschweiz. Das entschied der Grossverteiler am Mittwochabend, einen Tag vor dem Verkaufsstart. Zu Migros Ostschweiz gehören die Filialen in den Kantonen Thurgau, St. Gallen, beiden Appenzell, Graubünden, Schaffhausen sowie im östlichen Teil des Kantons Zürich.

Verkauf Feuerwerkraketen
Legende: Wegen der grossen Trockenheit verzichten verschiedene Läden auf den Verkauf von Feuerwerk. Keystone

«Wegen der Trockenheit und der Warnungen der Behörden haben wir dieses Jahr auf den Verkauf von Feuerwerk verzichtet», sagt auch Florian Hug, Direktor von Manor Chur.

Ähnliche Massnahmen gab es zuletzt im Jahr 2015. Und auch im Hitzesommer 2003 hatten die Grossverteiler Coop, Migros und Manor in der Ostschweiz kein Feuerwerk verkauft.

Feuerverbot in diversen Ostschweiz Kantonen

In weiten Gebieten des Kantons Graubünden gilt die höchste Gefahrenstufe, ein absolutes Feuerverbot im Freien wurde ausgesprochen. «Das Feuern im Wald und in Waldesnähe ist absolut verboten! Auch fest eingerichtete Feuerstellen dürfen nicht benutzt werden!», steht auf der Website des Kantons. Auch in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden herrscht Waldbrandgefahr. Sie verbieten Feuer und Feuerwerk im Wald oder in Waldesnähe.

Mit Blick auf den ersten August hat die Stadt Chur ein Feuerwerksverbot erlassen. Am 1. August gibt es in der Stadt Chur traditionell ein grosses Feuerwerk. Auf dieses wird allerdings verzichtet, wie die Stadt Chur in einer Mitteilung schreibt. Die Gefahr von Bränden sei zu gross. Auch verbietet die Stadt Chur ab sofort das Abbrennen von Feuerwerk auf dem gesamten Stadtgebiet.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

13 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Angela Eggenberger (angel71)
    Bravo! Schön wärs, die anderen Grossverteiler würden mitziehen! Die Knallerei ist eh lästig und wird völlig übertrieben :-( Vorallem mühsam, wenn der Feiertag auf einen Wochentag fällt und man am nächsten Tag früh raus muss! In unserem Quartier ist vor 2 Uhr selten Ruhe, und das ist ja dann nicht mehr der offizielle Feiertag ;-) Ich finde das ganze Geballere auch umwelt-technisch eher ungünstig. Der ganze Abfall liegt dann irgendwo rum und der Rauch ist je nach Wetterlage auch unangenehmt...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von J.E. Michel (Assisi)
    Eigentlich wüssten wir ja, wie es auch aussehen könnte am 1. August: Licht-/Bildershow beim Bundes-/Gemeindehaus! Dubai hat es an Silvester vorgemacht, dass man ohne das Geballere nicht umkommt. So könnte man dann endlich getrost in der Nacht lüften, und nicht wie jetzt "Erstickerlis" spielen, die Wildtiere bedauern und auf Wind hoffen....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margrit Holzhammer (Margrit Holzhammer)
    Wenn es bis zum 1. August nicht genügend regnet sollte ein nationales Feuerwerkverbot gelten. Man kann sogar Kindern erklären, warum es an diesem 1. August kein Feuerwerk gibt....aber oftmals haben die Papis mehr Freude am Abknallen von Raketen als die Kinder!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen