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Finanzielle Probleme Klosters-Madrisa Bergbahnen brauchen neues Geld

Das Unternehmen schreibt in seinem Geschäftsbericht von einer «sehr stark» angespannten Liquidität.

Die Klosters-Madrisa Bergbahnen haben finanzielle Probleme und sind auf frisches Geld angewiesen. Laut dem aktuellen Geschäftsbericht rechnet der Verwaltungsrat bis Ende Jahr mit einer Finanzierungslücke von zwei Millionen Franken.

«Im Lauf des Novembers wird man nochmals eine grössere Tranche überbrücken müssen», sagt der Verwaltungsratspräsident Roger Kunz auf Anfrage. Wie viel die Investoren erneut einschiessen, liess Kunz offen.

In den vergangenen Jahren habe das Unternehmen im grossen Stil investiert: In neue Bahnen, in neue Restaurants und in die Beschneiung. Den dadurch gestiegenen Betriebs- und Personalaufwand habe man unterschätzt.

Die Investoren

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  • Es war eine grosse Überraschung als 2014 eine Gruppe Schweizer Privatinvestoren bei den Madrisa-Bahnen das Ruder übernahm.
  • Angetreten ist die Gruppe, das angeschlagene Skigebiet zu erneuern und auf ein gesundes Fundament zu stellen.
  • Starke Figur innerhalb der Investoren ist Marie-Christine Jaeger. Ihrer Familie gehört die Genfer Aroma- und Riechstoffherstellerin Firmenich.

«Um den laufenden Verpflichtungen nachzukommen mussten die Investoren bereits früher Geld einschiessen», erklärt Kunz auf Nachfrage. Zum letzten Mal sei dies vor zwei Monaten der Fall gewesen, sagt Kunz, ohne einen genauen Betrag zu nennen.

«Hätten die Investoren nicht erneut ihr Portemonnaie geöffnet, wären wir faktisch Konkurs gewesen», so Kunz. Nun hat der Verwaltungsrat einen Investitionstop beschlossen. Künftig wolle man den Fokus auf die betriebliche Effizienz legen.

Grosse Erwartungen hat der Verwaltungsrat in ein geplantes Ferienresort mit rund 450 Betten. In der langfristigen Planung sei dies das Kernstück, welches den Bahnen ein längerfristiges Überleben sichern würde, sagt Kunz. Für die Realisation braucht es allerdings noch ein Ja des Klosterser Stimmvolks.

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