Unveröffentlichte Studie Gebirgskantone liessen Rentabilität der Wasserkraft untersuchen

Die Wasserkraft sei auch heute noch rentabel: Das hat am Montag an einer Medienkonferenz die Interessensemeinschaft der Bündner Konzesssions-Gemeinden (IBK) behauptet. Sie stützt sich dabei auf die Zusammenfassung einer bisher noch unveröffentlichten Studie.

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Bildlegende: Ein Teil der Zusammenfassung der Rentabilitätsstudie. Es handle sich um einen Entwurf, sagt RKGK-Sekretär Fadri Ramming. ZVG

Auftraggeber dieser Studie ist die Regierungskonferenz der Gebirgskantone, wie Recherchen des «Regionaljournals Graubünden» von Radio SRF zeigen. Dies bestätigt Sekretär Fadri Ramming auf Anfrage. Zum Inhalt der Studie will er sich nicht äussern. Die Veröffentlichung der Zusammenfassung am Montag sei nicht mit ihm abgesprochen gewesen. Zu erfahren ist einzig, dass die Zusammenfassung ein Entwurf sein soll und damit ein kleiner Teil einer seriösen Studie, so Ramming.

Trumpfkarte der Gebirgskantone?

Für die Richtigkeit der Zahlen spricht der Autor, das Zürcher Beratungsunternehmen Brugger Hanser und Partner. Kommt dazu, ähnliche Studien kommen zu vergleichbaren Ergebnissen.

Wie rentabel ist die Wasserkraft, diese Frage treibt die Gebirgskantone um, weil in den nächsten Monaten die Zukunft der Wasserzinsen verhandelt wird. Die Stromkonzerne hatten in der Vergangenheit mehrfach betont, dass sie aufgrund des schlechten Geschäfts mit der Wasserkraft nicht mehr so hohe Wasserzinsen zahlen können. Für die Bündner Konzessionsgemeinden und den Kanton geht es um 120 Millionen Franken.

Im Sommer will der Bundesrat seinen Vorschlag präsentieren, wie die Wasserzinsen in Zukunft berechnet werden sollen. Das Lobbying für tiefere und höhere Wasserzinsen läuft bereits seit Monaten. Die Regierungskonferenz der Gebirgskantone aber, das sagt Fadri Ramming klar, wolle sich erst äussern, wenn der bundesrätliche Vorschlag auf dem Tisch liegt. Ob dann die Studie publiziert wird, liess Ramming offen.

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30; habs