10 Jahre Festival da Jazz Grosse Namen in St. Moritz

Festival da Jazz in St. Moritz Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die meisten Konzerte finden im legendären, privaten Dracula Club statt - mit Platz für gerade mal 150 Zuhörer. Keystone

SRF: Peter Bürli was zeichnet das Festival da Jazz aus?

Peter Bürli: Der Ort, das Setting. Der Dracula Club in St. Moritz ist ein Platz, wo man als «Normal-Publikum» kaum hinkommt. Denn es ist das Vereinslokal des Bobclubs. Natürlich ist auch die Bergwelt als Kulisse etwas besonderes. Weiter treten grosse Namen am Festival auf, es ist nicht ein Festival, das sich der Ortsgrösse anpasst. Es sind Namen darunter, die auch am Jazz Festival in Montreux auftreten.

«  Viele Leute kommen aus den Städten ins Engadin, um Jazz zu geniessen.  »

Ist der Ort also auch für die Musiker etwas besonderes?

Ja natürlich. Der Jazz ist eine Musik, die ursprünglich in den Clubs geboren wurde. Ein Club hat keine Stadionrock-Grösse. In einem Club haben 200 bis 500 Leute Platz, da haben die Musiker noch direkten Kontakt zum Publikum. Ein Musiker sagte mir einmal, es sei wie ein Zurückkehren, dahin, wo der Jazz hergekommen ist.

Viele grosse Namen sind schon am Festival da Jazz aufgetreten. Wohin kann es mit dem Festival noch gehen?

Eine berechtigte Frage. Das Festival hat sich als Marke etabliert. Es ist also auch denkbar, unbekanntere Namen zu bringen.

Das Gespräch führte Martina Brassel.