Grosser Rat gegen billigere ÖV-Tarife für Jugendliche

Zug und Postauto sollen für Jugendliche günstiger sein. Das forderte vor knapp einem Jahr das 1. Bündner Mädchenparlament. Der Grosse Rat lehnt es jedoch ab, die Idee ausarbeiten zu lassen. Umstritten waren besonders die Kosten von einer Million Franken.

Ein Zug der rhätischen Bahn, im Hintergrund ein Bahnhof. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zugreisen sollten für Jugendliche und junge Erwachsene billiger werden - so wollte es das Mädchenparlament. Keystone

Für das Anliegen des 1. Mädchenparlaments setzten sich CVP und SP ein. Wenn 16-25jährige nur die Hälfte, rund 600 Franken für das Bündner General-Abo bezahlen müssten, würde die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs steigen, argumentierten mehrere Politikerinnen und Politiker.

Dagegen sprachen sich Vertreter und Vertreterinnen der FDP aus. Von dieser Vergünstigung profitierten Familien und diese würden bereits genügend entlastet, sei es über Steuererleichterungen oder Prämienverbilligungen.

Mit 59:46 Stimmen lehnte es der Grosse Rat ab, die Regierung die Idee ausarbeiten zu lassen. Damit ist die Forderung des Mädchenparlaments fast vom Tisch. Im Dezember diskutiert das Parlament das Budget, dann wäre nochmals ein Anlauf möglich. Eine andere Entscheidung des Rats nach der heutigen Debatte ist jedoch unwahrscheinlich.