Handlungsbedarf bei ökologischem Ausgleich

Im Rheintal und der Linthebene werden grosse landwirtschaftliche Flächen aufgeschüttet. Dies erfordert spezielle Bewilligungen. Und die Bauern müssen die Eingriffe ökologisch abgleichen. Ein Bericht der St. Galler Regierung kommt zum Schluss, dass die Regeln für solche Projekte klarer werden müssen.

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Bildlegende: Die Böden im Rheintal sacken ab. Keystone

Die Moorlandschaften im Rheintal und in der Linthebene sind in den letzten Jahrzehnten zu Ackerland umgenutzt worden. Dadurch haben sich die Böden stark verändert, der Torf ist abgesackt und die Bauern haben weniger Erträge.

Gegensteuer geben sie mit Aufschüttungen. Diese müssen bewilligt und die Eingriffe in die Natur abgeglichen werden: mit Ausgleichsflächen oder Trockenmauern an einem anderen Ort.

Wegen Unklarheiten bei der Bewilligungspraxis und offenen Fragen, wann und in welcher Form es einen ökologischen Ausgleich braucht, hat der Kantonsrat von der Regierung einen Bericht gefordert.

Darin heisst es, bei der Umsetzung des ökologischen Ausgleichs seien die Bemessung und Verantwortlichkeiten zu wenig konkret und zu wenig transparent. Es bestehe erheblicher Handlungsbedarf. Voraussichtlich im Herbst wird sich der St. Galler Kantonsrat mit dem Thema beschäftigen.