Zum Inhalt springen

Header

Audio
«Der administrative Aufwand wäre zu gross» (07.01.2014)
abspielen. Laufzeit 06:43 Minuten.
Inhalt

Graubünden Happige Zimmermiete in Asylzentrum: Regierungsrat nimmt Stellung

Bis zu 900 Franken muss ein Asylbewerber für ein Zimmer in einem Bündner Asylheim zahlen. Wie sich dieser Mietzins zusammensetzt, ist unklar. Der zuständige Regierungsrat Christian Rathgeb nimmt Stellung und verteidigt die Praxis.

Ein einziges Zimmer, Bad und Küche auf dem Gang: Dafür bezahlt eine Familie in einem Bündner Asylheim bis zu 900 Franken. Die Miete wird fällig, sobald ein Elternteil arbeitet. Das «Regionaljournal» berichtete darüber vor Weihnachten. Jetzt nimmt Regierungsrat Christian Rathgeb Stellung. Er verteidigt die Praxis des Migrationsamts und spricht von «einigen hundert Franken», die Asylbewerber monatlich zurückerstatten müssten. Dem «Regionaljournal» liegen jedoch Belege von Forderungen vor, die auf den Maximalbetrag von 900 Franken lauten.

Neuer Name für die gleiche Rechnung

Für den Regierungsrat unglücklich gewählt ist jedoch der Begriff «Mietzins». Eigentlich handle es sich um eine Pauschale: «Die Bezeichnung auf den Dokumenten muss überdacht werden», so Rathgeb. Mit der Pauschale würden verschiedene Unkosten gedeckt. Laut einer früheren Stellungnahme des Migrationsamts gehören dazu die Betreuung, Nachtwache, Transportdienstleistungen, Sprachkurse oder Medikamenten aus der Hausapotheke.

Dieser Betrag sei nicht kostendeckend, sagt der Regierungsrat: «Die anfallenden Kosten sind wesentlich höher». Nur ein kleiner Teil würde damit beglichen, deshalb sei eine Abrechnung via Pauschale in Ordnung. Eine Aufschlüsselung der Pauschale in verschiedene Posten existiert nicht.

Geheime Abrechnungen beim Migrationsamt

Das bemängeln Kritiker wie der Churer Anwalt Jean-Pierre Menge. Falls es sich um eine Pauschale handle, müsste detailliert abgerechnet werden: «Einfach eine Pauschale erheben, das geht nicht». Ändern will der Kanton seine Praxis nicht, sagt Christian Rathgeb. Seine Begründung: «Der administrative Aufwand wäre viel zu gross».

Geheim bleibt auch, wieviel Geld der Kanton jährlich über diese Mietzinspauschale einnimmt. Dazu schreibt Christian Rathgeb: «Wir geben keine Details aus der Rechnung über einzelne Positionen bekannt».

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

11 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von K. Räschter , Schweiz
    Viele wollen doch an dieser Sozialindustrie mitverdienen, welche vorallem von den Linken immer wieder gefordert und neu erschaffen wird. Da gehört auch das ganze Asylwesen dazu. Das scheint es normal, dass Leute da mitverdienen wollen auf Kosten von uns allen, welche dies mit höheren Sozialabgaben zahlen dürfen.
  • Kommentar von M. Steiner , ZH
    Klüngelei in der Sozialindustrie. Einen anderen Namen verdienen solche Machenschaften nicht.
  • Kommentar von Marie-Luise Reck , Turbenthal
    Sie hätten ja in der EU bleiben können wen sie es billiger wollen.