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So sieht Präsident Domenig die Zukunft des HCD
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HCD-Präsident Domenig «Arno Del Curto steht bei uns nicht auf der Liste»

Für den HC Davos ist am Donnerstag eine unerfreuliche Saison zu Ende gegangen. Statt um den Meistertitel spielten die erfolgsverwöhnten Bündner für einmal um den Abstieg. Getrübt wurde die Saison auch durch den Abgang von Trainer Arno Del Curto. 22 Jahre lang prägte er den HCD. Im vergangenen November nahm er den Hut. Herausfordernd war die Saison auch für Präsident Gaudenz Domenig. Den Bettel hinschmeissen will er nicht. Irgendwann in den nächsten Jahren werde er sich aber zurückziehen, verrät er im Interview.

Der Präsident im Kabinengang.
Legende: Gaudenz Domenig ist Verwaltungsratspräsident des HC Davos. Keystone

SRF News: Herr Domenig, wie gross ist der Stein, der Ihnen vom Herzen gefallen ist nach dem Ligaerhalt des HC Davos?

Gaudenz Domenig: Wir waren sehr froh und sehr zufrieden. Normalerweise sind wir nach dem letzten Spiel in Euphorie. Dieses Mal waren wir einfach zufrieden, dass wir das Ziel erreicht haben – natürlich nicht das ursprüngliche, sondern das modifizierte Ziel: den Ligaerhalt.

Wenn Sie die Saison Revue passieren lassen, was war der schlimmste Moment für Sie?

Emotional aufwühlend war der Abschied von Arno Del Curto. Er ist ein aussergewöhnlicher Mensch, ein aussergewöhnlicher Trainer.

Als Arno Del Curto den Bettel hingeschmissen hat, standen noch 29 Partien an. Der Club hat sich neu organisiert und mit Haris Witolinsch einen neuen Trainer geholt. Warum hat man die Playoffs trotzdem nicht geschafft?

Die Mannschaft war extrem verunsichert. Haris Witolinsch hat einen extrem guten Job gemacht. Er konnte die Mannschaft einigermassen stabilisieren. Mit ihm hatten wir fast keine hohen Niederlagen mehr. Es reichte zwar nicht zur Playoff-Qualifikation, aber man hat gesehen, dass es zu Verbesserungen gekommen war.

Wir haben Vorgespräche mit mehreren Trainern geführt. In den nächsten drei, vier Wochen werden wir uns für einen von ihnen entscheiden.
Autor: Gaudenz DomenigPräsident HC Davos

Wie geht es jetzt mit dem Trainer weiter?

Das wissen wir noch nicht. Wir haben Vorgespräche geführt, es gibt mehrere Optionen. In den nächsten drei, vier Wochen werden wir aus diesen Optionen die richtige Wahl treffen. Im Moment weiss ich noch nicht, wer der Trainer sein wird. Ich will aber nicht ausschliessen, dass es Haris Witolinsch ist.

Haris Witolisch mit verschränkten Armen auf der Trainerbank.
Legende: Die Zukunft von Trainer Haris Witolinsch ist offen. Keystone

Der ZSC verlängert den Vertrag mit Arno Del Curto nicht. Es tönt zwar verwegen, aber könnten Sie ihn zurückholen?

Nein. Es ist zuviel geschehen, damit man etwas ungeschehen machen könnte. Er ist nicht auf der Liste. Ob er irgendwann wieder einmal etwas für den HCD macht, ist eine andere Frage.

Die Davoser Fans im Stadion.
Legende: Die Fans verabschiedeten Trainer Arno Del Curto mit einer speziellen Choreographie. Keystone

Schauen wir vorwärts. Der HCD hat eine neue Trainingshalle und Raeto Raffeiner als neuen Sportchef engagiert. Dazu hat der Club die Verträge mit Schlüsselspielern wie Enzo Corvi, Andres Ambühl oder den Wieser-Brüdern verlängert. Es konnten auch neue Spieler verpflichtet werden – unter anderem ein neuer Goalie. Reicht das, um in der nächsten Saison wieder vorne mitzuspielen?

Nein, nein. Das reicht noch lange nicht. Ganz entscheidend ist, dass wir jetzt ein Trainerteam finden, das wirklich modern und zukunftsgerichtet arbeitet. Es startet schon in wenigen Wochen mit dem Sommertraining. Dann beginnt auch die wahre Arbeit mit der Mannschaft.

Wie sieht Ihre Zukunft aus, bleiben Sie Präsident des HC Davos?

Erste Veränderungen im Verwaltungsrat werden wir wahrscheinlich noch in diesem Jahr erleben. Das wird aber eher nicht meine Position betreffen. Ich werde irgendwann in den nächsten zweieinhalb Jahren zurücktreten.

Die Fragen stellte Sara Hauschild.

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