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Können zwei Tage einen Unterschied machen?
Aus Regionaljournal Graubünden vom 03.07.2019.
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Hochjagd 2019 Kanton öffnet Wildschutzgebiete an zwei Tagen

Die Schätzungen des Kantons aus dem Frühjahr gehen von einem Hirschbestand von 16'500 Tieren aus. Die Zahl ist gleich hoch wie im vergangenen Jahr, entsprechend ist auch der Abschussplan in etwa gleich.

5560 Hirsche sollen geschossen werden, 130 mehr als 2018. Um die hohe Abschusszahl zu erreichen, werden überall Wildschutzgebiete geöffnet.

Auch ein Zugeständnis an Sonderjagd-Gegner

In fast der Hälfte aller Schutzgebiete dürfen an den beiden Tagen weibliche Tiere und junge männliche Hirsche gejagt werden. Gewisse Gebiete sind nur teilweise, andere komplett geöffnet.

Von der Massnahme erhofft man sich, die Abschusszahlen auf der Sonderjagd erhöhen zu können. So soll die Bedeutung der umstrittenen Sonderjagd sinken. Im Mai haben sich 46 Prozent der Bündnerinnen und Bündner an der Urne gegen die Sonderjagd ausgesprochen.

Wird bleifreie Munition obligatorisch?

Die bleihaltige Munition ist umstritten. Erwiesenermassen können Bleirückstände zur Gefahr für Raubvögel werden, die beispielsweise Organe eines geschossenen Tieres fressen. Um zu klären, ob ein Verbot von bleihaltiger Munition zielführend wäre, verlangt der Kanton von den Jägern in diesem Jahr Abschussberichte mit Angaben zur Wirkung ihrer Munition.

«Wir spüren das Bedürfnis der Bevölkerung, dass die Abschüsse vermehrt auf der Hochjagd getätigt werden sollen», so Jagdinspektor Adrian Arquint. Die neue Massnahme ist also auch ein Zugeständnis an die Gegner der Sonderjagd.

Einer davon ist Christian Mathis. Der Prättigauer war Initiant der Sonderjagd-Initiative. Er zeigt sich erfreut über die Änderungen: «Das kann sicher etwas bringen. Ich kann der Öffnung der Wildschutzgebiete nur zustimmen.»

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; melm

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