Hochsitze sorgen für rote Köpfe

Damit die Hochsitze der Jäger keine Schäden am Wald anrichten, müssen die Förster miteinbezogen werden. Nicht alle Jäger halten sich aber daran.

Ein Jäger sucht die Gegend von seinem Hochsitz aus nach Wild ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Hochsitze erleichtern die Jagd, sind aber umstritten. Keystone

Hochsitze bieten den Jägerinnen und Jägern viele Vorteile. Durch den erhöhten Sitz können sie das Gelände besser einsehen, sind besser getarnt und haben dadurch mehr Zeit, sich auf einen Schuss vorzubereiten. Nicht alle haben aber Freude an den Installationen. Gemäss dem Verein Wildtierschutz Schweiz würden zu viele unbewilligte Hochsitze gebaut. Deshalb könne nicht genügend kontrolliert werden, ob die Jäger mit den baulichen Massnahmen Bäume beschädigen.

Für Kantonsförster Reto Hefti ist der Einsatz der Hochsitze aber unabdingbar. Sie seien ein wichtiges Instrument, um die Wildbestände effektiv regulieren zu können. Auch für Hefti ist aber klar, dass sich die Installationen negativ auf einzelne Bäume auswirken können. Deshalb sei es wichtig, dass die Jäger ihre Hochsitze korrekt von den Gemeinden bewilligen lassen. Nur so könnten die Förster Einfluss nehmen und schonende Bauten garantiert werden.

Flims greift durch

Nur melden nicht alle Jäger ihre Hochsitze korrekt an. Gewisse Gemeinde, wie etwa Flims, haben deshalb aktiv eingegriffen. Dort wurde den Jägern im vergangenen Jahr eine Frist gesetzt, innert der sie die Hochsitze anmelden mussten. Nicht gemeldete Hochsitze wurden anschliessend von der Gemeinde abgebrochen.