«Ich bilde nicht ab, was passiert»

Ihre Fotografien erinnern an gemalte Bilder, sind schwarz-weiss und lassen Raum für eigene Ideen. Die 34jährige Künstlerin Ester Vonplon hat vor einem Jahr den Kunstpreis des Bündner Medienverlags Somedia gewonnen. Das Buch wird nun mit einer Ausstellung in Chur präsentiert.

Ester Vonplon richtet ihren Blick auf Dinge, die sie faszinieren. Bei der Arbeit «Gletscherfahrt» – damit gewann sie 2013 den Kunstpreis der Somedia – sind es Tücher auf Gletschern. Manche hätten wie Marmor ausgesehen, andere an ein sterbendes Tier erinnert, erzählt Vonplon. Verschiedene Interpretationen seien erwünscht: «Es ist spannend, wenn man ein Bild auf verschiedene Arten lesen kann».

Für die Publikation «Kunst in der Südostschweiz: Ester Vonplon» hat die Künstlerin 20 Freunde und Bekannte angeschrieben und um drei Fragen gebeten. Ziel sei unter anderem gewesen, indirekt über die Fragen die eigene Person den Lesern näher zu bringen.

Zwei dieser Fragen sind nun Titel laufender Ausstellungen: Im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen mit «Wohin geht all das Weiss, wenn der Schnee schmilzt?». Und Chur mit «Warum ist die Stille der Landschaft so laut?».

Bild oben: Fotografie aus der Serie «Gletscherfahrt» (Rhonegletscher 2014).

habs; Regionaljournal Graubünden 17:30 Uhr