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Legende: Audio «100 onns Lia Rumantscha» abspielen. Laufzeit 03:36 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 02.08.2019.
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Ignazio Cassis eröffnet Feier «Die Schweiz braucht das Rumantsch»

Der Dachverband der rätoromanischen Sprachverbände feiert in Zuoz während 18 Tagen sein 100-jähriges Bestehen.

Die Lia Rumantscha, der Dachverband der rätoromanischen Sprachverbände, ist 100 Jahre alt geworden und feiert den runden Geburtstag in Zuoz im Oberengadin. Bundesrat Ignazio Cassis hielt bei der Eröffnung der 18-tägigen Feier eine Rede.

«Die Schweiz braucht das Rumantsch», sagte der Vertreter der Landesregierung am Freitag im Engadin. Cassis kündigte an, dass der Bund ab 2020 rätoromanische Sprachkurse für Kinder und Jugendliche ausserhalb des angestammten rätoromanischen Sprachgebiets unterstützen werde.

Das rätoromanische Jubiläumsfest

Das Festival «100 onns Lia Rumantscha» dauert bis zum 18. August und wartet auf mit Veranstaltungen, welche die romanische Sprache und Kultur thematisieren. Den Höhepunkt bildet das Theaterstück «Tredeschin Retg». Es erzählt die Geschichte eines Sohnes, der auszog, um in fernen Ländern das grosse Glück zu suchen.

Die Lia Rumantscha

Gegründet wurde die Lia Rumantscha am 26. Oktober 1919 als Dachorganisation aller romanischen Sprach- und Kulturvereine. Sie setzt sich eigenen Angaben zufolge für den Erhalt des Romanischen in Familie, Schule und Öffentlichkeit ein.

Die Lia Rumantscha organisiert zudem Sprachkurse und betreibt unter anderem einen professionellen Übersetzungsdienst. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Chur, Aussenstellen finden sich in Ilanz, Scuol und Savognin.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Als Rhätoromane, der seine Sprache gerne hat, fühle ich mich je länger je weniger von der Lia Rumantscha vertreten. Unsere Jahrhunderte alte Kultur, soll durch eine Kunstsprache, "Rumantsch Grischun" genannt, ersetzt werden, so der Tenor. Der alten Verdienste der Lia Rumantscha soll natürlich gedacht und das Jubiläum gefeiert werden. Viel mehr Rhätoromanen unserer Zeit, mich eingeschlossen, identifizieren sich viel eher mit dem Verein Pro Idioms, der die Interessen vieler Rhätormanen vertritt.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Die Schweizer Bevölkerung, braucht vor allem auch "echte" Vorbilder in: Bundesrat -Politik - Behörden - Ämter, im gesamten Schweizer Verwaltungsapparat, welche sich durch: effektive Fähigkeiten, Ehrlichkeit, Fairness, verantwortungsbewusstes Verhalten im In- und Ausland auszeichnen, Wertschätzung leben und damit den Respekt der Bevölkerung verdienen!
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    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Den Respekt der Einheimischen verdient man sich eben nicht, wenn man mehr, als nur dauernd ins Ausland schielt. Wie wäre es mit mehr "Entwicklungs-", resp. "Pflegehilfe" im Inland zur Bewahrung unserer Kultur?
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  • Kommentar von Martin Herter  (tlilef)
    Für mich vom Klang her die schönste unserer vier Landessprachen. Vielleicht auch etwas durch den "Reiz des Seltenen" hervorgerufen. Wir machen in jedem Jahr einige Tage in einem rätoromanischen Landesteil Ferien und versuchen zumindest einige Worte mit den Einheimischen auf rätoromanisch zu sprechen - auch wenn praktisch alle fliessend Deutsch sprechen. Ich kann die Initiative des Bundes zur Erhaltung dieser Sprache nur unterstützen!
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    1. Antwort von Jürg Brauchli  (Rondra)
      Guter Kommentar! Das wäre nun wirklich was Schützenswertes! Und hier muss der Bund mal seine Schatulle öffnen um eine tolle Kultur und Sprache zu erhalten.
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