«Immer wieder treten alte Spannungen an die Oberfläche»

Das Hochalpine Institut Ftan macht turbulente Zeiten durch. Nach mehreren Abgängen aus der Schulspitze hat nun auch der neue Gesamtleiter seinen Rücktritt eingereicht. Für die Schule kommen die neuen Turbulenzen zu einem schlechten Zeitpunkt.

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Bildlegende: Hinter der Fassade schlummern anscheinend alte Konflikte. Keystone

Kaum hat Bruno Büchi als Gesamtleiter in Ftan angefangen, gibt er schon wieder seinen Rücktritt bekannt. Der Verwaltungsrat habe mit grossem Bedauern davon Kenntnis genommen, schreibt dieser in einer Mitteilung.

Zu den Gründen des Abgangs äussert sich Verwaltungsratspräsident Rolf Dubs. «Es gab Leute im Institut die nicht ganz ehrlich waren zu Bruno Büchi», sagt Dubs im «Regionaljournal Graubünden». Nicht alle Beteiligten hätten Büchi ihr Vertrauen geschenkt. Die Schulleitung sei aber voll und ganz hinter ihm gestanden.

«Es gibt offenbar Spannungen im Institut, die schon 20 Jahre andauern, das erschwert die Arbeit», bilanziert Rolf Dubs. Die neuerlichen Turbulenzen kommen zu einem schlechten Zeitpunkt.

Die Schule steckt in grossen Schwierigkeiten. Weil man zu wenig Schüler hat, ist das Fortbestehen gefährdet. In den nächsten Monaten entscheiden die Unterengadiner Gemeinden über eine Finanzspritze von insgesamt 600'000 Franken.

Die neuen Wirren seien hier sicher nicht vertrauensbildend, gibt Rolf Dubs zu bedenken. Allerdings wolle man nun aufzeigen, dass der Verwaltungsrat gewillt sei, die Probleme zu lösen.