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Graubünden In Chur wird Kinderbetreuung für Gutverdienende teurer

Kindertagesstätten boomen, auch in Chur. Das stellt die Verantwortlichen vor neue Herausforderungen. Diese wollen sie mit einem neuen Tarifsystem angehen. Neu müssen reiche Familien für das Angebot bis doppelt so viel bezahlen als heute.

Mittagstisch
Legende: Die Churer Tagesstätten stehen vor neuen Herausforderungen. Anpassungen werden nötig. Keystone

Der Bundesrat möchte Betreuungsangebote für Kinder mit 100 Millionen Franken fördern. Unter anderem begründet er dies mit den Veränderungen in der Gesellschaft.

Auch in der Stadt Chur ist man mit den neuen Bedürfnissen konfrontiert. «Die Nachfrage nimmt rasant zu, alleine im letzten Jahr sind die Betreuungsstunden über Mittag und nach dem Schulunterricht um 22 Prozent gestiegen», sagt Annina Meinherz, die Leiterin der sozialen Dienste.

Reiche müssen in Zukunft mehr bezahlen

Aktuell werden 350 Kinder in Churer Tagesstätten betreut. Die pädagogische Arbeit soll verbessert werden und die Kinder sollen möglichst regelmässig vom Angebot Gebrauch machen. Auch ist es das Ziel, die Kosten neu zu verteilen.

Dies will die Stadt mit einem neuen Tarifsystem erreichen. Familien welche viel verdienen sollen deutlich mehr bezahlen für die Betreuung. Gegenüber dem heutigen System werden steuerbare Einkommen zwischen 60‘000 und 90‘000 Franken entlastet, solche über 90‘000 Franken stärker als bisher belastet.Keine Änderungen gibt es für arme Familien. Sie sollen gleich viel bezahlen wie heute.

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