«Insti» in Ftan hat weiterhin viel zu wenig Schüler

Mit rund 100 Schülern und Schülerinnen wollte der neue Verwaltungsrat des Hochalpinen Institutes in das neue Schuljahr starten. Nun zeigt sich: Das Ziel wurde bei weitem nicht erreicht.

Blick auf eine Ausschilderung für das Hochalpine Institut. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gerettet aber nicht über dem Berg: Das Hochalpine Institut Ftan hat noch nicht genug Schüler für das kommende Schuljahr. Keystone

Mit vielen Plänen und grossen Zielen ist der neue Verwaltungsrat des Hochalpinen Institutes im letzten Herbst in die neue Saison gestartet. Das wichtigste Ziel der Crew: Mehr Schülerinnen und Schüler nach Ftan locken.

Ziel nicht erreicht

Rund 100 Kinder und Jugendliche sollten es bis zum Start des neuen Schuljahres werden. Nun sind es aber nur 75 Schülerinnen und Schüler, davon 57 Externe und 28 Interne. Damit habe man das Ziel weit verfehlt, gibt Verwaltungspräsident Jon Peer unumwunden zu.

Das mangelnde Interesse habe mit der Vorgeschichte der Schule zu tun. Da sei einfach sehr viel Vertrauen verloren gegangen. Auch habe der neue Verwaltungsrat sich in den letzten Monaten mit sehr vielen Baustellen an der Schule beschäftigen müssen. Man habe sich einfach nicht rechtzeitig um die Akquirierung von neuen Schülern kümmern können.

Schwierig sei es auch, weil nicht mit gleichen Ellen gemessen werde.
Weil ein zehntes Schuljahr bei der Konkurrenzschule in Samedan subventioniert werde, würden die Schülerinnen und Schüler lieber dort hin gehen. «Wir haben nun aber ein Gesuch beim Kanton gestellt und wir hoffen, dass dieses positiv beantwortet wird», sagt Peer. Und weiter gibt sich der Verwaltungsratspräsident zuversichtlich: «Wir sind auf gutem Weg, wir brauchen einfach noch etwas Zeit».

Schuljahr 2016/17 gesichert

Das neue Schuljahr sei gesichert, verspricht Peer. Dank der finanziellen Unterstützung der Gemeinde, dank Stiftungen und den entsprechenden Verträgen mit den Banken habe man genügend liquide Mittel für den Schulbetrieb aber auch für Investitionen, die noch anstehen.

Um auch langfristig auf gesunden Beinen zu stehen, will der Verwaltungsrat im ersten Quartal des nächsten Jahres eine Kapitalerhöhung beantragen bei den Aktionären.