Bündner Schultheaterfestival «Jedes Stück ist eine Überraschung»

13 Schulklassen aus Vella, Thusis, Zizers und Chur bespielen diese Woche die Bühne der Postremise in Chur. Die bis zu halbstündigen Theaterstücke haben die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einem Theaterpädagogen erarbeitet.

Das Festival sei eine Premiere für Graubünden, in anderen Kantonen existieren vergleichbare Schultheaterfestivals bereits seit Jahrzehnten, erzählt Loris Mazzocco. Der 38jährige Theaterpädagoge arbeitet seit 2015 am Theater Chur und hat die Idee nach Graubünden geholt.

Blick ins jugendliche Publikum. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Zuerst im Publikum, dann auf der Bühne: Nach den Aufführungen tauschen sich die Schüler über ihre Stücke aus. Theater Chur

Ausser am spielfreien Mittwoch zeigen sich pro Tag drei bis vier Schulklassen gegenseitig ihre Produktionen. «Jedes Stück ist eine Überraschung», sagt Mazzocco. Die Themen haben die Schüler und Schülerinnen selber eingebracht und zusammen meist während einer Woche daraus ein Stück entwickelt.

Schülerinnen auf der Bühne. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Im Bild: Oberstufe Florentini (Chur). Die Klassen hätten Themen wie Schönheitsideale, Freiheit oder Mut aufgegriffen. Theater Chur

Mit dabei sind 13 Klassen ab der 5. Klasse aus Vella, Thusis, Zizers und Chur. Ziel ist es laut Mitteilung, Bühnenerfahrung zu sammeln und sich mit andern Schülern und Schülerinnen auszutauschen.

Das Schultheaterfestival ist Teil des Pilotprojekts «BEST – Bündner Schultheater». Dazu gehören Workshops für Lehrer und Lehrerinnen sowie Angebot für 1. bis 4. Klassen. Das Projektbudget liege bei rund 150'000 Franken und ist laut den Organisatoren nur dank der Unterstützung verschiedener Stiftungen – insbesondere der Drosos-Stiftung – sowie der öffentlichen Hand möglich. Nächstes Jahr soll das Festival wieder stattfinden.

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; habs