Kanton will regionale Gesundheitszentren

Im Kanton Graubünden sollen sich die verschiedenen Gesundheitsorganisationen in den Regionen zusammenschliessen und mit dem Regionalspital zu einem Gesundheitszentrum werden. Dies steht im neuen Leitbild der Regierung. Umsetzen allerdings muss dieses Leitbild jede Region für sich.

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Bildlegende: Spital, Spitex und Altersheim sollen sich mit den Spitälern (hier Ilanz) zusammenschliessen. Keystone

Mit dieser neuen Strategie von Gesundheitszentren will die Regierung die dezentrale Versorgung im Kanton sicherstellen. Nur mit einer Fusion in den Regionen könne das Gesundheitswesen auch in Zukunft finanziert werden, sagt die Regierung. Neu sollen 11 Gesundheitszentren entstehen, welche alle mit dem Kantonsspital in Chur eng zusammenarbeiten.

Keine Handhabe

Allerdings: Der Kanton hat weder eine politische noch rechtliche Handhabe, seine Idee in den Regionen umzusetzen. Deshalb zählt Gesundheitsdirektor Christian Rathgeb auf die Kooperationen der Regionen.Mit finanziellen Anreizen sollen diese Fusionen gefördert werden.

Viele Organisationen

Heute gibt es im Kanton Graubünden 12 Spitalregionen, 11 Spitäler, 51 Pflegheime in 19 Pflegeregionen, 19 Spitex-Regionen und viele weitere gesundheitliche Beratungsstellen, welche unterschiedlich organisiert sind. Die Regierung hofft, dass diese komplizierten Strukturen dank dem neuen Leitbild vereinfacht werden.