Keine neuen Geldquellen für Landeskirchen

Die Kirchensteuer ist das beste Finanzierungsinstrument für die Bündner Landeskirchen. Zu diesem Schluss sind der Kanton und die Verantwortlichen der Kirchen gekommen.

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Bildlegende: Die Kirche von Domat/Ems: Bei der Finanzierung bleibt alles beim Alten. Keystone

Die Alternativen der Finanzierung der Landeskirchen wurden nach einem Vorstoss der FDP untersucht, wie die Bündner Regierung schreibt. Zusammen mit den Landeskirchen hat der Kanton die mittel- und langfristigen finanziellen Entwicklungen und die damit verbundenen Konsequenzen und Risiken angeschaut. «Der Handlungsbedarf zur Änderung des geltenden Finanzierungssystems ist nicht erdrückend», lautet das Fazit.

«Heutiges Modell hat klare Vorteile»

Regierung und Landeskirchen sind der Auffassung, dass der heutigen Kirchenfinanzierung über die Kirchensteuer von natürlichen Personen und die Kultussteuer von Unternehmen klar der Vorzug vor anderen Modellen zu geben ist. Wichtig sei zudem, dass die Kirchen ihren Mitgliederbestand halten können.

Der Staat habe ein erhebliches Interesse daran, dass «starke Landeskirchen als gesellschaftsrelevante und stabilisierende ethisch-religiöse und soziale Instanzen» erhalten blieben, schreibt die Regierung weiter.