Kiga will in Thusis bleiben

Auch der Kanton Graubünden ist betroffen vom Grossbrand, welcher letzte Woche in Thusis gewütet hat. Der Kanton hat im Dorf ein Einsatzprogramm für Erwerbslose betreiben. Dieses soll nun in ähnlichem Umfang wiederaufgebaut werden.

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Bildlegende: Nach dem Grossbrand in Thusis: Wenigstens will der Kanton bleiben. Keystone

Betroffen vom Grossbrand, welcher letzte Woche in Thusis gewütet hat, ist auch der Kanton Graubünden. In einer der abgebrannten Liegenschaften hat das Amt für Industrie Gewerbe und Arbeit (Kiga) ein Einsatzprogramm für Erwerbslose betrieben. 15 bis 25 Betroffene arbeiteten dort in Ateliers und Werkstätten.

Infrastruktur zerstört

Durch den Brand ist fast die gesamte Infrastruktur vernichtet worden. Einige der Erwerbslosen helfen nun beim Aufräumen, andere haben nichts zu tun im Moment, nochmals andere machen bei einem Programm in Chur mit. Dies soll aber nur vorübergehend sein. Auf Anfrage heisst es beim Kiga, man wolle das Angebot in Thusis in ähnlichem Umfang wieder aufbauen.

Mehrere Angebote für neue Mietverträge

Verschiedene Unternehmr aus Thusis hätten ihre Räumlichkeiten zur Miete angeboten, sagt Willy Roth, Leiter der Abteilung Arbeitsmarktliche Massnahmen beim Kiga. Er rechnet desshalb damit, dass das Einsatzprogramm für Arbeitslose bis in zwei Monaten neu aufgebaut werden kann im Dorf.

Gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF sagt Roth: «Man darf diesen Wiederaufbau auch als Bekenntnis zum Standort Thusis sehen». Der Kanton wolle nicht einfach alles in Chur zentralisieren.