Landfrauenküche «Kochen ist für mich Alltag und trotzdem keine Pflicht»

Iris Riatsch aus dem Unterengadin hat am vergangenen Wochenende das Finale der Landfrauenküche gewonnen. Im Interview spricht sie über die Tage nach dem Sieg, den grossen Rummel und das Kochen, ihre grosse Leidenschaft.

SRF NEWS: Iris Riatsch, wie haben Sie die vergangenen Tage nach ihrem Sieg erlebt?

Es war so etwas wie eine Walze, die mich überfahren hat. All die Pressetermine und Gratulationen. Aber ich bin eine von 70 Frauen, die sich an der Landfrauenküche beteiligt hat. Das ich nun den grossen Titel gewonnen habe war auch Glück.

Hatten Sie trotz all dem Rummel Zeit zu kochen?

Ja klar, das gehört zu meinem Alltag. Und ich freue mich jeden Tag wieder darauf. Darauf, eine Zwiebel zu schälen oder Knoblauch zu pressen. Kochen ist einfach meine Leidenschaft. Ich empfinde es nie als Pflicht.

Wie orientieren Sie sich denn in ihrem Alltag über all die Lebensmittel, wie stellen Sie sicher, dass alles nachhaltig ist?

In erster Linie versuche ich, so viel wie möglich selber herzustellen. Beispielsweise das Gartengemüse. Mein Sohn hat zudem unseren Bio-Bauernhof übernommen, das ist für mich auch ein grosses Privileg. Butter und Käse beziehen wir von einer Alp.

Vieles konserviere ich auch oder friere es ein. So haben wir auch im Winter eigenes Sauerkraut oder Karotten.