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Harsche Kritik an Bündner Regierung
Aus Regionaljournal Graubünden vom 25.10.2019.
abspielen. Laufzeit 03:57 Minuten.
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Konflikt Wald und Wild Bündner Förster schlagen Alarm

Fünfzehn Bündner Förster formulieren Vorwürfe gegen den Kanton. Sie sorgen sich um den Erhalt der Schutzwälder.

«30 Jahre - und kein Schritt weiter», unter diesem Titel haben fünfzehn Bündner Förster einen Artikel in der Zeitschrift «Bündner Wald» publiziert. Seit dreissig Jahren sei bekannt, dass der Frass durch Hirsch, Reh und Gämse dem Wald schade – insbesondere der Verjüngung der wertvollen Schutzwälder. «Man hat den Eindruck, man rede an eine Wand», sagt Mitunterzeichner Felix Wyss, Förster aus Furna.

Man hat den Eindruck, man rede an eine Wand.
Autor: Felix WyssFörster aus Furna, Mitunterzeichner

Konkret wollen die Förster eine «Entschlackung der Vorschriften» für die Jäger, damit sie ihre Aufgabe der Wildtierregulation besser erfüllen können und eine mutigere Politik des Kantons. Eine Obergrenze beim Wildtierbestand wäre eine Lösung, so die Förster. Ihre Vorstellung wäre, die Anzahl Hirsch von den heute geschätzten 16'500 auf eine Obergrenze von 10'000 bis 12'000 festzulegen. Je nach Entwicklung der jungen Bäume, könnte diese Grenze auch angepasst werden.

Eine Zahl alleine löst die Probleme nicht.
Autor: Adrian ArquintBündner Jagdinspektor

«Eine Zahl alleine löst die Probleme nicht», entgegnet der Jagdinspektor Adrian Arquint. «Was die Probleme verursacht, ist die Konzentration von Wildtieren an einem Ort und die hat man auch mit einem kleineren Bestand.» Die Jagd mache heute schon viel, um die Wildtierbestände zu regulieren und ihren Teil am Schutz der Wälder beizutragen. Alleine könne die Jagd das Problem der überalterten Schutzwälder aber nicht lösen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Mario Lucchinetti  (Maluc)
    Von einem gesunden und Artgerechten Schutzwald profitieren alle. Wenn Schutzwald durch Künstlicheverbaungen ersetzt werden muss Kostet das Millionen für die Öffentlichkeit. Eine ordentliche Schutzwald bewirtschaftung kostet 10 mal weniger als Künstlicheverbaungen, dies ist aber nur möglich solange die Verjüngung gewährleistet ist.
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  • Kommentar von Mario Lucchinetti  (Maluc)
    Ich bin selbst Revierförster und teile voll und ganz die Einschätzung meiner Berufskollegen. Mit den heute veil zu hohen Schalenwildbestände kann man den Bündnerschutzwald kaum in einem Klimafiten bestand umwandel der auch für zukünftige Generationen seine Schutzfunktion nachhaltig erfüllen kann. Die Zeit zum beschwichtigen ist schon lange vorbei, wir brauch heute gute Lösungsansätze die mit veil fleiss und Engagement tatsächlich umgesetzt werden und kei Fäule kommpromise.
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  • Kommentar von Kurt Anliker  (Schafhirt)
    Selbst 10'000 Hirsche sind meines Erachtens ein viel zu hoher Bestand - es gibt ja auch noch anderes Wild in den Wäldern, das auch fressen will. Es macht leider den Anschein, dass die Zahl so hoch gehalten wird um die Jäger in Laune zu halten, denn die Jagd ist ein Millionengeschäft. Der Bünder Politiker Engler halt mal sinngemäss moniert "es kann doch nicht sein, dass der Wolf den Jägern das Wild wegnimmt" - Ich gehe einig mit Förster Felix Wyss aus Furna!
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