Kraftwerkprojekt im Lugnez unter Druck

Der Ausbau der Wasserkraft im Lugnez durch die Kraftwerke Zervreila wird zum Gerichtsfall. Umweltorganisationen und Fischer befürchten einen Wassernotstand für die Fische und ziehen die von der Bündner Regierung genehmigte Konzession des Projekts vor Gericht.

Stausee Zervreila im Bündner Oberland Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Stausee Zervreila soll zusätzliches Wasser bekommen. Gegen das Ausbauprojekt wehren sich die Umweltorganisationen. Keystone

Die Kraftwerke Zervreila wollen Wasser im hinteren Lugnez auf dem Gebiet der Gemeinden Vrin und Lumbrein im Bündner Oberland fassen und in das unterhalb des Stausees Zervreila gelegene Ausgleichsbecken leiten.

32 Millionen Kubikmeter Wasser würden neu gefasst und in bestehenden Anlagen im Safiental und in Rothenbrunnen verstromt. Dem natürlichen Kreislauf zurückgegeben würde das Wasser beim Zusammenfluss von Vorder- und Hinterrhein bei Reichenau.

Doch das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 120 Millionen Franken stösst auf Widerstand. Die Umweltorganisationen WWF, Pro Natura, die Greina-Stiftung sowie der Fischerei-Verband fechten die Konzessionsgenehmigung der Bündner Kantonsregierung vor Verwaltungsgericht an, wie sie am Mittwoch mitteilten. In den Augen der Umweltorganisationen verletzt das Projekt das Gewässerschutzgesetz.